Chemnitz - Eine Chance auch für DiB

Als ich am Donnerstag Abend beim Treffen des Netzwerk Grundeinkommen war haben wir auch noch einmal über den 1. Mai gesprochen.
Die älteren Herrschaften sprachen vom 1. Mai in einer Art von - das Chemnitz auferblüht sei - denn die Jahre zuvor fand am 1. Mai kaum oder nur wenig statt, so heißt es.
Scheinbar haben die jüngsten Ereignisse in Chemnitz dazu geführt, dass man doch eine Chance darin sieht hier etwas erreichen zu können.
Und Chemnitz hat diese Chance auch genutzt.

Ich selbst bin ja nun seit etwa zwei Monaten in Chemnitz und habe natürlich auch meine Beobachtungen gemacht einmal die Vielschichtigkeit die vor allen Dingen durch die unterschiedlichen Stadtteile Chemnitz teilt.
Zum einen sind da die große Plattenbausiedlungen von Markersdorf, Morgenleite und Hutholz so ziemlich am südlichen Zipfel von Chemnitz. Dort fühlen sich die Menschen die entweder schon in der xten Generation dort leben oder sich einfach nichts anderes leisten können ein wenig ausgestoßen und jeder hat das Ziel sobald er sich es leisten kann dort herauszukommen. Dort fischen „Pro Chemnitz“, „NPD“ und „AfD“ natürlich am stärksten.
Dann gibt es den Kassberg ein Viertel der bessergestellten Bevölkerungsschicht in Chemnitz wer die Möglichkeit hat schickt dort seine Kinder in die Schule auch quer durch die Stadt.
Bernsdorf das Univiertel das gerade hip ist und sich gerade schick macht ist dann wieder komplett anders. Und alles trifft sich dann im Zentrum eines das sehr moderne ist und sogar einen gewissen Flair hat. Wirklich alles (?) nun wer da draußen in Markersdorf wohnt und nur Hartz IV hat wird sich die Fahrt ins Zentrum nicht zu oft leisten können schon mal der erste Grund warum man sich ein wenig dort ausgestoßen fühlt.

Und dann das mag man von Sachsen überhaupt nicht denken ist in Chemnitz der Anteil von Ausländern (und von einigen Gruppen wünschte auch ich mir, sie würden sich ein wenig besser benehmen) doch sehr hoch und hier kommen gleich auch zwei verschiedene Gruppen zusammen, zum einen die als Migranten nach Deutschland kamen und zum anderen die Studenten. Denn was dass betrifft gibt es in Chemnitz tatsächlich zwei verschiedene Welten. Und wenn dann doch einmal der eine oder andere sehr wenig Toleranz hat, ist er dann doch ein leichtes Opfer für rechte Gruppierungen um denen auf den Leim zu gehen.

Doch im Gegensatz zu alledem was uns die Medien glauben machen habe ich dort in Chemnitz noch nicht wirklich etwas gesehen das rechtsradikal ist, das heißt jene Gruppe die da zurzeit sehr laut ist, muss wohl entweder sehr klein oder im Verborgenen sein. Aber die Gruppe der unentschlossenen die sogar auch gegen sozial Schwache schießen die ist doch sehr groß, dass heisst das Potenzial damit auch, um die eine oder andere Richtung einzuschlagen. Das sind dann auch jene die sich am Trauermarsch in großer Zahl beteiligt haben.

Somit könnten und sollten auch wir mit DiB dort die Chance nutzen. Und das Schicksal hat uns hier bereits geholfen in dem die neue Landesvorsitzende von DiB Sachsen @Alina aus Chemnitz kommt. Und DiB dort einen starken Ankerpunkt hat etwas aufzubauen.

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