Boykottiert den Black Friday!

Original Veröffentlichung: Boykottiert den Black Friday! | DEMOKRATIE IN BEWEGUNG - DiB

Habt ihr schon alle Weihnachtsgeschenke? Okay, die Frage kommt vielleicht etwas früh. Allerdings ist morgen Black Friday und der läutet die Weihnachtsgeschensaison ein. Massig Rabatte sollen Massen von Leuten in die Geschäfte locken. Es gibt sogar Internetseiten, die all die Rabatte sammeln und kategorisieren und uns damit die Suche nach den Schnäppchen so einfach wie möglich machen wollen. Kaufen, kaufen, kaufen! Deadline ist der 27. November, kurz bevor die Türen schließen. Wer das nicht nutzt ist eine Looserin!

Wahrscheinlich wird man am nächsten Tag im Büro oder auf dem Schulhof gefragt: „Und, was hast du gestern gekauft?“ oder: „Was war dein bestes Schnäppchen?“ Wir leben in einer Konsumgesellschaft, manche leben sogar in einer Schnäppchengesellschaft. Manche davon gezwungenermaßen, weil das Leben für sie sonst zu teuer ist. Wir müssen darüber diskutieren!

DEMOKRATIE IN BEWEGUNG fordert die Verbesserung der Reparierbarkeit von Geräten, um MĂĽllberge zu verkleinern, Konsumnotwendigkeit zu verringern und somit auch einen Beitrag zum Erhalt unserer Umwelt zu leisten. „Unsere Konsumgesellschaft ist leider auch eine Wegwerfgesellschaft. Und damit sich die ärmeren und armen Mitglieder unserer Gesellschaft hochwertigere Geräte auch leisten können, fordern wir auĂźerdem ein Bedingungsloses Grundeinkommen und einen Mindestlohn von 12 Euro„, erklärt unsere Vorsitzende, Sigrid Ott. 

Gebt euch dem Black Friday nicht hin, erliegt nicht dem Konsumwahn! Dass die Produkte um 50% oder sogar 70% gesenkt werden können, sollte eher zu denken geben. Warum bezahlen wir den Rest des Jahres dann eigentlich 50% oder 70% mehr? 

Kauft lieber nachhaltig! Es gibt zahlreiche Plattformen, über die Menschen Gebrauchtes anbieten. Reduziert Müll! Unterstützt Unverpackt-Läden, wer es sich leisten kann. Schmeißt gute Dinge nicht einfach weg, sondern bietet sie anderen an. Verschenkt sie, anstatt sie in den Müll zu befördern.

Nehmt nicht Teil am Black Friday, sondern begeht den Kauf-nix-Tag am 28.11.

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Schon gepostet. Gute Beitrag.

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Wenn wir gegen den Konsumwahn sind, müssten wir dann nicht sagen?: „Kauft NUR am Black Friday! Das restliche Jahr kauft nur, was ihr wirklich braucht.“

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(1) Also, da muss ich @MichaelVoss recht geben. Ich habe mich schon vor über 10 Jahren von der „Konsumgesellschaft“ verabschiedet.

(2) Amzon. de hat den „Black Friday“ schon letzen Freitag eingeleutet (20.11.2020).
Momentan geht sowieso alles nur per „Internet - Einkauf“.

(3) Beispiel für „Konsum“:
Ich such gerade intensiv ein Tablet- PC für meine Firma, wo ich Handbücher drauf laden kann und über Internet upgraden kann und die nicht so schwer sind (Kg). Aber die Kosten, egal wann, sind immer das selbe Geld. Die sind auch am „Black Friday“ nicht billiger. Die Tabs aber, die irgend einen Nachteil haben, sind billiger.
Also ist, nach meiner Meinung, einfach nur das Billiger, was sowieso nicht funktioniert oder falsch produziert wurde. Eine „Werbeaktion“ und weiter nix.

Aber ich möchte hier nicht nur Kommentieren (= meckern). Ich möchte den weiteren Lesern auch praktisch weiter helfen. Ohne den Blog hier zu kapern, mehr im Nebenbei können wir Aufzeigen, bei welcher Firma wir noch einkaufen können und unsere Erfahrungen dazuschreiben.

Beispiel Online- Händler.
Es gibt sicher noch mehr Firmen ausser Amazon. de. Ich will da eigentlich gar nicht kaufen, weil die so „Schrecklich“ mit ihren Mitarbeitern umgehen.
Vielleicht zählen wir zu diesem Block, „Boykottiert den Black Friday!“, mal auf , welche Online Händler es noch gibt und schreiben unsere Erfahrungen dazu auf:

An @llkruegro
Ich will damit deinen Thread nicht kapern. Die Aufzählung der Online- Händler und die Erfahrungen mit ihnen, soll eigentlich nur aufzeigen, welche Firmen es noch gibt. Nebenbei.
Wenn du aber der Meinung bist, das das Thema deines Blocks gekapert wird, Kannst du ruhig die Mods bitten, den weiteren Verlauf abzutrennen. Ich würde hier, mit meiner Idee, nur aufspringen, um den Blick zu weiten, den Markt zu vergrössern (in dem eingekauft werden kann).

Aber das würde den Konsumwahn ja noch komischer machen. Dann würde man das ganze Jahr auf einen Konsumtag sparen, riskieren, dass andere das gleiche kaufen wollen und sich ewig ärgern und alles würde noch missgünstiger und hektischer und Geld hätte einen noch höheren Stand im Alltagsbewusstsein, weil man auf einen einzigen Tag hinsparen würde und … abgesehen davon, dass das sowieso nicht funktionieren würde, aber ich fand die Vorstellung witzig, die Idee wörtlich zu nehmen :sweat_smile:

Das wäre dann ja wie Weihnachten, wo man sich lauter unnötigen Kram schenkt oder wünscht, statt den im Lauf des Jahres dann zu kaufen, wenn man ihn nützlich findet, er akut das Leben leichter macht und das Geld da ist oder so. Einfach ein ganzes Umdenken wäre besser. Weniger Konsumwahn, kein Black Friday, an dem man vielleicht Sachen kauft, die man nicht braucht, bloß, weil sie jetzt (vermeintlich) billig sind, etc. Lieber überlegen, was man langfristig gebrauchen kann. Und schön wäre ja sowieso, wenn vieles langlebiger gestaltet wäre, einen entsprechend fairen Preis hätte (wenn man echt um 70% reduzieren kann, dann stimmt halt irgendwas nicht)…

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Naja, zum einen stellt sich schon die Frage, die Maik aufwirft, warum es sonst so sehr viel teurer ist.

Zum anderen wissen wir aber auch, noch aus den SSV und WSV Zeiten, dass extra Dinge billig produziert werden, nur für diese Kampagnen. Mit niedrigerer Qualität und schlechterer Haltbarkeit.

Und schlieĂźlich dienen die Kampagnen auch zum Leeren der Lager, damit Platz ist fĂĽr das Nachfolgeprodukt, das schon fertig, aber noch nicht angekĂĽndigt ist. In der Hoffnung, dass nun das noch gekauft wird, was vorher niemand haben wollte.

Und natürlich ist Mensch ein Jäger und kann ein Schnäppchen nicht liegen lassen. Auch wenn es nicht benötigt wird,. Das regelt dann die Verkaufspsychologie.

Nichts davon ist zu unseren, der Kundinnen, Gunsten, auch wenn es vordergrĂĽndig so aussehen mag.

Edit: typos

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DiB möchte ja eigentlich Politik machen und nicht die Bürger erziehen.

Der Politikanteil des Blogeintrags kommt beim Verweis auf der Ini zur „Verbesserung der Reparierbarkeit von Geräten“ zur Sprache. Der Rest geht um „Konsumwahn“, auch die Diskussion hier. Was ist da die politische Forderung? Keine Angebotstage mehr, keine Werbung, Festpreise?
Die Politik ordnet keinen „Konsumwahn“ an, das ist eine Entscheidung der Bürger. Und an die wird appelliert, keine reduzierten Produkte zu kaufen? Gibt es dazu eine Ini?

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Ja, das mit dem Black Friday ist nicht the yellow from the eg.

Aber wenn man da regulieren wollte, wo sei die Grenze?
Schafft man dann auch rigoros Schlussverkäufe (welche es ja offiziell auch schon ein paar Jahre nicht mehr gibt), Ausverkäufe, Abverkäufe, Restpostenverramschen, Mengenrabatte, etc. ab?
So straft man wieder den Krämer ums Eck statt die Grossen.

Ich denke, dass es sinniger ist, aufzuklären und Bewusstsein über (s)ein Konsumverhalten zu erlangen.
Beginne ich mit der Anschaffung von Geschenken zu Weihnachten am 23.12. oder evtl. übers Jahr verteilt? Muss ich Dies oder Jenes unbedingt haben? Brauche ich davon wirklich noch eins oder reichen die, die ich habe nicht erst mal? Könnte ich mir das leihen? …

Auch die Verteufelung von Amazon ist in meinen Augen nicht so ganz richtig.
Ich brauchte dringend einen neuen Drucker. In meiner benachbarten Kleinstadt gibt es Expert. Die hatten wenig Auswahl und nicht die Features die ich brauchte. Nun könnte ich 17 Stunden herumfahren und in allen Gemeinden die Fachhändler und anderen Elekroriesen besuchen … oder der Drops ist bei Amazon nach 25 Minuten Recherche gelutscht.
Richtiger wäre Amazon zu zwingen, seine Personale fair zu entlohnen, Arbeitsbedingungen zu schaffen, welche 2020 gerecht würden und dieselben Steuern zu zahlen wie Elektro-Müller in der Seitengasse.
Das wollen aber Herr Altmaier und seine Schergen nicht.

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Naja, im Grunde geht es bei „Konsumwahn“ um die neoliberale Politik und die Marktwirtschaft, die ist ja sehr wohl politisch gewollt.
Wenn ich mich dem Entziehe ist das eine politische Aussage, ebenso, wie wenn ich mit allen möglichen kruden Leuten demonstrieren gehe, weil ich denke im einer Diktatur zu leben…

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