Aufstellungsversammlung BaWü für die Bundestagswahl 2021

Baden-Württemberg hat gewählt. Folgende DiB-affine Menschen haben Bock auf Bundestag:

  1. Idzumi Neumärker (V)
  2. Peter Jakobeit
  3. Sabine Onayli
  4. Mattis Schulte
  5. Sigrid Ott
  6. Samer Ali (V)
  7. Dagmar Donauer
  8. Wolfgang Schaible
  9. Stefanie Schmid (V)
  10. Guido Drehsen
  11. Kristin Bürkle
  12. Kai Dorra
  13. Julia Lilien Meyder (V)
  14. Felix Beck

Aussetzung Frauenquote

  1. Stefan Klepp.
  2. Jochen Walter.
  3. Martin Stübbe
  4. Werner Hörzer
  5. Fabian Lehnhoff

Aussetzung Vielfaltsquote

  1. Hans-Jörg Tarantik.

Leider haben wir die Quoten nicht bis zum Schluss durchhalten können, aber wir haben eine tolle Landesliste und freuen uns auf einen spannenden, kreativen, schwungvollen Wahlkampf mit viel DiB-Spirit.

:luv: :dib_spirit:

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Das ist ziemlich cool! :partying_face:

Kann mir vielleicht jemand erklären, welche Umstände es gibt, dass es wichtiger ist, die Liste bis Listenplatz 20 zu besetzen statt die Quoten bis zum Ende durchzuziehen? :blush:

Liebe Grüße und viel Spaß beim Wahlkampf! :_:

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dafür gab es in der Aufstellungsversammlung eine sehr gute und ausführliche Erklärung der Frauen und der Menschen aus dem Bereich Vielfalt, die von @MiNe in der Versammlung verkündet wurde. Die Frauen hatten sich zur Beratung zurückgezogen und danach dann der Versammlung das Ergebnis ihrer Beratung kundgetan.
Die stimmberechtigten Personen aus dem Bereich Vielfalt waren ja ebenfalls Frauen.
Leider weiß ich die genaue Formulierung der Begründung nicht mehr, aber vielleicht kann Idzumi die ja hier auch nochmal wiedergeben.

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Ist doch beispielhaft das dieser LV 7 Frauen aufbieten kann. Wer kann das bei DiB schon?

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Ich finde es sehr gut, dass der LV Baden-Würtemberg eine Liste mit 20 Kandidaten aufstellen kann. :+1:

So wichtig die Quoten auf der einen Seite sind, es darf nicht dazu führen, dass die Aussetzung der Quoten dazu führt, dass wir uns selbst ausbremsen.

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Es waren 4 Frauen anwesend, die es sich nicht leicht gemacht haben mit ihrer Entscheidung. Folgende Gründe haben zu dem Beschluss zur Aussetzung der Quote geführt.

  1. Wertschätzung der Kandidaturen
  2. Abbildung der Wahrheit, dass wir zuwenig Frauen haben, bzw. zuwenig Frauen die kandidieren wollen.
  3. Durch die Kandidaturen sind wir auch in Regionen präsenter, in denen wir teilweise nur ein Mitglied haben. Somit ist dort, wo jemand sagen kann, dass er auf der Liste ist, das Sammeln der Unterstützungsunterschriften und der Wahlkampf viel persönlicher und effektiver.
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Das war gestern auch mein Empfinden, daher haben wir 4 Frauen uns lange zurückgezogen und waren uns sehr schnell einig, dass wir die Quote nicht einfach aussetzen, damit wir eine gut gefüllte Liste haben!

Wir haben über die noch verbliebenen Kandidaten gesprochen und sind der Meinung, dass jeder Einzelne es verdient hat, dass wir die Quote seinetwegen aussetzen. @sams hat die Gründe grob zusammengefasst; ich möchte aber nochmals betonen, dass das alles Männer sind, die es verdient haben zu kandidieren und dadurch, dass sie mit den ‚hinteren‘ Plätzen zufrieden sind, zeigen, dass es ihnen um die Sache und nicht um den Posten geht.

Dasselbe haben @Lilien und ich bzgl. Vielfalt empfunden.

Wir erwarten, dass dies Männer sind, die sich ebenso für Frauen wie für Vielfalt einsetzen, wie wir das tun.

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Ich respektiere die Abstimmung und auch die Diskussion darum mit den Argumenten.

Konsequent ist es jedoch in meinen Augen nicht. DiB ist wohl leider (noch) nicht in der Position, 14 Leute, geschweige 20, in den Bundestag zu schicken - auch nicht aus BaWü.
Insofern wäre mir ein klares Signal „Lieber weniger, dafür richtig“ wichtiger. Aber so what … hatten wir schon zig mal diesen Austausch.

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@Gerald
Auch das kann ich gut nachvollziehen, Gerald. Dabei ist für mich aber auch ein wichtiger Aspekt noch nicht genannt, der nicht vergessen werden darf. DiB ist gerade enorm eingeschränkt in der Begegnung mit anderen Menschen. Nur digital kann persönliche Begegnungen nicht ersetzen. Wenn wir die Pandemie nicht hätten, hätten wir in den letzten Wochen und Monaten sicherlich viele Aktionen machen können, und ich bin mir sicher, auch Frauen als Mitstreiterinnen gewinnen können. Das war uns leider nicht gegönnt und nun müssen wir mit dem Ergebnis leben. In der Hoffnung, dass wir im Sommer 2021 wieder mit den Menschen persönlich in Kontakt treten können. Und Menschen dadurch zu DiB finden werden :luv:
Sabine - nicht für die Moderation

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Gerne oute ich mich verbindlich, dass ich mich weiterhin und sehr wahrscheinlich auch verstärkt für Frauen und Vielfalt einsetzen werde. Ich weiß, dass ihr das glauben könnt oder auch nicht. Auch weiß ich, dass ich damit keine Vielfaltsperson bin oder die Quote damit erfüllt wird.

Mir wäre es egal gewesen, wenn ich auf der Liste erst bei Platz 30 gelandet wäre, da ich weder in den Bundestag will noch die Quote aussetzen wollte.

Ich war auf der Versammlung nicht anwesend. Dennoch finde ich es gut, dass die anwesenden Frauen so entschieden haben. Und ich kann auch nachvollziehen, dass andere Frauen oder andere Vielfaltspersonen anders entschieden hätten. Für weitere Diskussionen bezüglich der Aussetzung von Quoten fände ich einen anderen/neuen Thread sinnvoll.

Übrigens: wir haben die Quoten bis Platz 14 eingehalten. Bitte nachmachen und dann meckern.

Ich hoffe, dass alle Gewählten und alle Mitglieder und Beweger*innen die Liste in Baden-Württemberg nach ihren Kräften unterstützen und dass wir gemeinsam eine gute Wahl hinlegen - ohne jemand verbal umzulegen. :wink: :luv: :dib_spirit:

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Zunächst mal hat bis hierhin niemand gemeckert! Wenn Du jedoch mein Statement als solches empfindest, liegt diese Interpretation auf der Empfängerseite.
Ich möchte lediglich, wie @Liv, die Hintergründe kennen und verstehen. Ist passiert - lieben Dank dafür.

Ich hätte es besser gefunden bei 14 dicht zu machen, weil es in meinen Augen ein stärkeres Signal ist zu zeigen, wir sind von 1-14 all unseren Quoten treu geblieben, als wir haben elfundrölfzig Listenkanditat*innen.
Dass ich die Entscheidung akzeptiere, aber nicht gutheisse sollte wohl o.k. für alle sein, oder?

Und nachmachen muss ja nicht unbedingt sein, wenn man für seine (DiBsche) Ideale steht.
Nochmal: Ich will gar nicht die Diskussion führen, welche schon zigfach geführt wurde, woran schon Vorstände zerbrochen sind und weswegen Leute ihren Austritt erklärten.
Also … alles ist gut.

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Hej, danke für die Antworten! :hugs:

Ich habe keinesfalls meckern wollen, tut mir Leid, falls das so angekommen sein kann. Ich hatte tatsächlich befürchtet, dass irgendjemand es so interpretieren könnte (niemand speziell, einfach unabhängig als Grund-Sorge), aber mir fiel keine bessere Formulierung ein, um klar zu machen, dass es nur eine Nachfrage sein sollte - und ein Teil von mir findet es sogar bedenklich, dass ich diese Befürchtung hatte :see_no_evil:

Ich kann die Begründungen sehr gut nachvollziehen (obwohl das nicht mal nötig wäre, es ist schließlich nicht meine Sache, was andere entscheiden) aber (ich weiß, sorry, bitte nicht negativ aufnehmen, das ist keine direkte Kritik an irgendwem persönlich!) ich hatte gehofft, es gäbe einen Grund wie „es war nötig, dass wir so viele Plätze wie irgendwie möglich besetzen, weil das Wahlsystem das dann irgendwie höher bewertet oder so.

Ich will nicht abstreiten, dass nicht-vielfältige Männer sich auch sehr effektiv für Belange der Quoten-Gruppen einsetzen können! Ich persönlich glaube nur, das eine sehr deutliche Form dieses Einsetzens wäre, beispielsweise eine Liste zu schließen, bevor Quoten ausgesetzt werden. Das ist meiner Meinung nach nämlich eben (vor allem bei uns) kein Nicht-Würdigen von Kandidierenden :blush:

Aber ja, wie @Gerald auch mehrmals betonte, wir hatten diese Auseinandersetzungen schon sehr oft und hier der Thread ist ja hauptsächlich positiv :smiley: Ich finde wahnsinnig beeindruckend, dass auf der Landesliste 20 Menschen stehen und bis Platz 14 vollständig quotiert ist - aber wenn ich verfolgen möchte, wie sich alles rund um die Quoten (sowie Frauen- und Vielfalts-Themen generell) bei DiB entwickelt, muss ich nachfragen, um Dinge richtig nachvollziehen zu können :hugs: :_:

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endlich mal ein Thread mit unterschiedlichen Standpunkten der nicht aus dem Ruder
läuft und respektvoll geführt wird - danke an alle .
Es wird vielleicht doch noch was mit DiB
:luv: :luv: :smile: :dib_spirit: :dib_spirit:

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Prinzipiell finde is es wichtig, dass Menschen Entscheidungen verstehen. Ein Nachhaken, insbesondere von Betroffenen (also in diesem Fall z.B. von Frauen und Vielfaltsmenschen), halte ich für nachvollziehbar und empfinde ich nicht als Gemecker. Ja, wir schweifen in diesem Thread etwas ab, aber auch das darf sein, wenn wir damit für Transparenz sorgen.

Ich behalte mir auch vor, in einem anderen Fall anders zu entscheiden und auf Einhaltung der Quote zu bestehen. In diesem Fall waren vier der Männer, für die wir uns entschieden haben, persönlich anwesend und haben überzeugt. Das Commitment von @buergerjochen in diesem Thread untermauert mein Vertrauen in ihn.

Im kommenden Wahlkampf geht es darum, dass wir Personen sind, die von DIB überzeugen können und wollen. Keine Frau und kein Vielfaltsmensch wurde durch das Aussetzen der Quote zurückgesetzt. Wir haben nun die Chance, Stimmen zu gewinnen in Gegenden, in denen wir sonst nicht vertreten sind. Ich bin keine Freundin davon, an Prinzipien festzuhalten, wenn diese uns behindern. Gleichzeitig finde ich sie wichtig und würde sie nicht leichtfertig verlassen.

Was mich viel mehr umtreibt: die ersten drei Plätze sind zusammen über 150 Jahre alt. Ich freue mich sehr, dass die Generation Z auf Platz 4 vertreten ist und würde mir wünschen, dass das noch weitere anspornt, mitzumachen!

Im Übrigen: auch mir war es gleich, auf welchem Platz ich lande! Ich habe nicht furchtbar viel „Bock auf Bundestag“, denn das heißt, jede Menge Lebenszeit in einem Jahrmarkt der Eitelkeiten und Machtspiele zu verbringen. Ich bin jedoch bereit und geübt darin, Verantwortung zu übernehmen, wo nötig, auch im Bundestag, sollten wir es schaffen.

Ich bin Eure Spitzenkandidatin, weil ich

  • darum gebeten wurde
  • keine Lust habe, den Rechten und den Liberalen die Opposition zu überlassen (parlamentarisch und außerparlamentarisch)
  • von DIB überzeugt bin
  • gerne mit allen 19 Kandidat*innen an einem Strang ziehe, um weitere Menschen von DIB zu überzeugen - unabhängig davon, wer auf welchem Platz gelandet ist
  • dies für DIB mache und auf Euer aller Unterstützung baue

Profil folgt - vermutlich aber wirklich besser in einem neuen Thread

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Ich hätte noch eine andere Frage zur Aufstellungsversammlung: Habt ihr sie eigentlich in Präsenz abgehalten oder online? Das eine ist doch durch die aktuellen Kontaktbeschränkungen verboten und das andere durch den Bundeswahlleiter. Oder habe ich da was falsch verstanden?

Hallo @SimonFilser,

Aufstellungsversammlungen sind erlaubt. Sonst müsste man die Bundestagswahl ja ausfallen lassen. weil eine gesetzteskonforme Teilnahme an der Wahl ja nicht möglich wäre. Es sind allerdings sehr strenge Hygieneregeln und Schutzmaßnahmen zu beachten gewesen.

Wir haben in zwei Zoom-Calls allen Mitgliedern und Interessierten die Möglichkeit geboten, sich im Call vorzustellen und bekannt zu geben, auf welchen Plätzen kandidiert wird. Zudem konnten sich alle schriftlich bewerben, die Bewerbungen konnten bei der Aufstellungsversammlung eingesehen werden und wurden zusätzlich vorgelesen. Anwesende haben immer die Möglichkeit genutzt, Nichtanwesende vorzustellen und Fragen zu beantworten.
Wir waren eine relativ kleine Runde von 14 Personen, normalerweise wären sicherlich viel mehr Menschen da gewesen.
Alle Nichtanwesenden wurden entsprechend angerufen und wurden gefragt, ob sie die Wahl annehmen.
Mehr geht halt leider nicht, aber wir haben das Beste draus gemacht :wink:

LG Sabine - nicht als Moderation

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Was die Vielfaltsquote betrifft so haben wir ja bei DiB auf eine Definition dieser bewusst verzichtet. So ist es jedem selbst überlassen, ob die betreffende Person*in unter dieser Rubrik antritt. Und wenn jemand der Meinung ist das er/sie das nicht möchte, egal welche Gründe dafür ausschlaggebend sind, dann ist das meinem Verständnis nach genauso zu respektieren wie die Entscheidung der unter diese Quote fallenden Beteiligten, leicht hat sich die Aussetzung der Quote keiner gemacht!

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