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Aufklärung zu Massentierhaltung und Schlachtung

umwelt
bildung

#1

Aufruf:
Ich suche Mitstreiter und Unterstützer zusätzlich bestenfalls Experten im Themenbereich Bildungs/Schulpolitik
Kontaktart: Kommentar unter Beitrag und später Arbeit in Gruppe mit persönlicher Nachricht
Inhaltliche Diskussion erwünscht?: Ja
Eine Initiative von: Finn
Bearbeitungsstatus: Idee / Entwurf
Redaktionsschluss: 1.5.18

Geschichte Tierhaltung & Hintergrund der Initiative
Gute Sendung vom WDR, die mich auf die Idee gebracht hat: -->click<–
Besonders die Unwissenheit mancher Menschen hat mich dabei etwas beunruhigt.
https://www.youtube.com/watch?v=w9awm-odphY
Seit dem 19.Jahrhundert lebt der Mensch größtenteils nicht mehr zusammen mit Nutztieren. Früher war das Aufwachsen mit der Schlachtung von Tieren normal. Die Menschen wussten, was sie konsumierten. Heute sind Schlachthöfe meist weit weg von den Städten, in geschlossen Betrieben. Zudem vermittelt die Lebensmittelindustrie mit stark verarbeiteten Produkten, dass es sich nur um ein weiteres Lebensmittel handelt, nicht um Tiere, die anschließend verarbeitet wurden.

Problembeschreibung:
In Deutschland wird viel günstiges Fleisch konsumiert. Der große Fleischkonsum stellt nicht nur für die Umwelt ein riesiges Problem dar, auch ethische Fragen stellen sich. Aufklärung in Schulen und der Öffentlichkeit findet wenig bis keine statt.

Forderungen: Ich fordere in dieser Initiative konkret:

  • verpflichtende? Exkursionen in Betrieben der Massentierhaltung und Bauernhöfen in die Schulpläne zu implementieren (z.B. in der 8.-10. Klasse) + Aufklärung über die Fleischindustrie + Fleischverarbeitung in Deutschland, Umweltaspekte usw.
  • Unterrichtung der Öffentlichkeit (Wie und in welchem Maße weiß ich noch nicht, wäre/klingt aber sinnvoll)
  • Bauernhöfe und Massentierhaltungsbetriebe werden gesetzlich verpflichtet der Öffentlichkeit Zugang zu bieten. -->Transparenz fördern! (z.B. min 1 oder 2 mal im Jahr Tag der offenen Tür )
  • Einführung von einem Siegel mit Bild auf allen Fleischprodukten (so etwas wie: Um dieses Produkt herzustellen, wurde ein Tier getötet) (debattierbar, bin mir noch nicht sicher ob das eine gute Idee ist)

Nicht alle dieser Forderungen müssten erfüllt werden. Ich denke einige davon sind aber gute, und umsetzbare Ideen, die wichtig sind.

Finanzierung:
Fleischsteuer?

Quellen
youtube video, siehe oben


In diesem Thema wird natürlich wie immer auf Basis des Verhaltenskodex diskutiert
Zudem, was mir sehr wichtig ist: keine Monologe. Konstruktiv, kurz und knackig heißt die Devise :smile:


//Fleischsteuer
Wünsche an die Landespolitik
#2

@FJK

Ich finde deine Idee gut … sogar notwendig, denn Masttierhaltung ver-saut die Umwelt, schadet also nicht nur Tier und Mensch.

Das halte ich eher für überflüssig. Nicht abschrecken, “nur” aufklären…

Was wir vorher beleuchten sollten, denke iich, ist die Fragestellung: Warum essen Menschen Fleisch? Welchen physiologisch-psychologischen (Körperlichen und psychischen) Effekt erzielen sie dadurch?
Schon mal drei Ideen vorweg: Fleisch essen wärmt, macht müde oder aggressiv.


#3

Ich finde, die Aufklärung passt gut in den TK Bildung. Das sollte zur grundsätzlichen Schulbildung gehören und ist dann auch fast kostenfrei umsetzbar.

“Unterrichtung der Öffentlichkeit” = Transparenz und könnte in die “Fleischsteuer-Ini”. Stärkere Kontrollen werden finanziert, aber durch Fachleute.

Ebenso “Einführung von einem Siegel” -> Das “Siegel” (ein neues Bio - Siegel, das wirklich seine Tinte wert ist) führt zur Minderung der “Fleisch-Steuer”.

“Bauernhöfe und Massentierhaltungsbetriebe werden gesetzlich verpflichtet der Öffentlichkeit Zugang zu bieten” -> Finde ich nicht so gut. Ich halte das aufgrund der Hygiene für problematisch.


#4

Eine aktuelle Petition zum Thema:

Petition 71907 Schlachten von Tieren - Verbot des Schächtens/Importverbot des Fleisches vom 06.06.2017

Aber auch die allgemein übliche Praxis ist nicht gerade tierfreundlich, sondern für die betroffenen armen Viecher oft furchtbar.

Herbert alias Randberliner


#5

Aus aktuellem Anlass:
https://marktplatz.bewegung.jetzt/t/fleischfressende-haustiere/9397/52?u=birdy2000


#6

Der Bericht, das Experiment ist sehr sinnvoll. Ich finde aber die moralische Keule des Ernährungsexperten ziemlich daneben. Jeden Ernährungsprozess als Mord hinzustellen, ist absurd und zeigt für mich eine andere Form der modernen Überheblichkeit und unsere Entfremdung von den natürlichen Parametern, die unser Dasein bestimmen. Wir müssen uns ernähren, durch welches Nahrungsmittel auch immer. Wie unmoralisch ist ein Löwe, der sich ernähren muss? Die Katze, der Wolf, den wir wieder ansiedeln? Wie unmoralisch ist die Natur, die diese Kreisläufe entwickelt hat? Bin ich unmoralisch, wenn ich mich IN diesen Kreisläufen, als Teil dieser Kreisläufe betrachte? Oder bin ich unmoralisch, wenn ich mich über diese Kreisläufe stelle, und Nahrungsmittel um den halben Erdball transportiere, Kokosmehl, Kokosöl, Soja hier und Soja da, Avokado, Superfood, Cashew, Erdbeeren im Winter…“Irgendwann werden wir auf diese barbarischen Zeiten zurücksehen, in denen wir Tiere geschlachtet haben.” Ich hoffe nicht! Barbarischer finde ich künstliches Fleisch aus dem Labor, ebenso wie Massentierhaltung. Alles, was uns weiter von der Natur entfernt, führt mMn. in die Barbarei. Außerdem werden viele Tierarten aussterben. Sorry, so knackig ist mein Beitrag jetzt nich und geht auch etwas am Thema vorbei. Aber ich war ein wenig entrüstet.


#7

Auch ich habe etwas gegen Massentierhaltung, das haben die Tiere nicht verdient. Aber Schlachtung? Menschen sind so ausgelegt, dass auch Fleisch auf den Speiseplan gehört, es muss ja nicht jeden Tag sein.

Über die Bedingungen, wie Tiere geschlachtet werden, kann man auch diskutieren, aber ganz abschaffen geht m. M. n. nicht.


#8

Gegen diese Formulirung muß ich dann als Vegetarier doch widersprechen. “Ausgelegt” klingt so nach biologischer Notwendigkeit. Dem ist ganz klar nicht so. Jeder darf das - zum Glück - selbst entscheiden, was er zu seinem eigenen Wohl und dem seiner Mitwelt zu sich nimmt.


#9

Es gibt durchaus Menschen die nicht dauerhaft vegan leben können z. B. Kinder. Vegetarisch mit Eiern und Milch geht, aber vegan nicht.
https://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/vegetarisch_vegan/aerzte-sind-sich-einig-vegane-ernaehrung-ist-fuer-kinder-ungeeignet_id_6561572.html

Außerdem werden nicht alle Menschen auf Fleisch verzichten wollen oder können.


#10

Vegetarisch ist nicht vegan - ich verstehe nicht, warum beides in einen Topf geworfen wird.

Habe ich auch nicht behauptet und liegt mir fern, soetwas zu tun.


#11

Ich bin zwar kein Vegetarier, aber mein Fleischkonsum, besonders der von Wurst, wir essen gar keine mehr, ist stark zurückgegangen in den letzten Jahren. Ich kaufe bei einem Meztger, der zusammen mit anderen eine vom Aussterben bedrohte, alte Haustierrasse seit Jahren mit züchtet und vermarktet, mit Biostandartds usw.
Trotz dem ich Vegetarismus und Veganismus aus ideologischen Gründen nicht nachvollziehen kann- beides ist (wenn der Vegane sich mit seinen Exotischen Lebensmitteln zurückhält) sinnvoll. Jeder, der durch sein Verhalten unseren Fleisch- und Tiernahrungsmittelkonsum absenkt, tut im Moment etwas Sinnvolles! Deswegen, prima, wenn noch mehr Leute Vegetarier und Veganer werden.


#12

Entschuldigung, ich habe mich verlesen.

Ich dachte, du hast vegan geschrieben. Sorry nochmal. :flushed:


#13

@birdy2000 @miri

Wenn wir davon ausgehen, dass unsere Zukunft nur gemeistert werden kann, wenn wir ganzheitlich fühlen, denken und handeln, dann gibt es kein “jeder kann, wie er will”. Auch wenn es enttäuscht: Wir sind Gemischtköstler, da gehört auch tierisches Einweiß dazu, wenn wir nicht uns nicht ganz aus der Welt verabschieden wollen.

Außerdem bestimmen wir nicht nur allein unser Sein, sondern werden auch von der Mitwelt mitbestimmt. Mehr dazu gerne in einer PN.


#14

Diese Initiative erscheint mir sehr wichtig. Auch ich bin gegen Massentierhaltung. Das Abschaffen Schritt für Schritt muss man auch dahingehend vorbereiten, dass es Informationen gibt. V. a. an die kommende Generation, denn die bestehende grundlegend zu verändern erscheint mir weitestgehend unmöglich! Also sollte man da eine Form von “schockierender Information” wählen? Oder habe ich da etwas missverstanden? Worauf soll diese Initiative abzielen?


#15

Danke an Finn @FJK,

ein sehr interessanter Beitrag, du hast recht, wer Tiere essen will, darf bei der Schlachtung nicht wegsehen, das gehört auch auf die Lehrpläne der Schulen.


#16

Vielleicht könnte man ein Fach Umweltethik, das sich abwechselt mit Ethik und Religion und Kommunikation. Ich sehe, wie voll die Lehrpläne jetzt schon sind, sie gehören dringend überarbeitet. Die Schüler leiden, die Lehrer auch, der Stoff auch. Im Moment geht Masse vor Klasse. Wir müssen mMn. darauf achten, die Lehrpläne vernünftig zu bestücken.


#17

Ich danke das Fach Religion sollte durch Philosophie ersetzt werden. Es ist wichtig allen Kinder vielfältige ethische und moralische Konzepte vorzustellen damit sie befähigt werden selbst zu entscheiden welches Weltbild ihnen am plausibelsten erscheint. Religion kann man ja immernoch in der Kirche lehren, in der Schule ist das ein Relikt und sollte abgeschafft oder durch ein Jahr Religionswissenschaften ersetzt werden. Religionsfreiheit sollte frei von Religion im öffentlichen Raum und freie Religionsausübung im privaten Raum bedeuten.

In diesem Rahmen des Fachs Philiosophie kann man sich ausführlich mit moralischen Fragen zur Nutzung von Tieren beschäftigen.

Ich fände es wichtig eine moralisch fundiert Position zum ganzen Thema zu erarbeiten, falls jemand Interesse hat:

https://marktplatz.bewegung.jetzt/t/erarbeitung-einer-fundierten-und-konsenzfaehigen-position-zu-tiernutzung-und-tierrechten/21547/3


#18

Lieber Finn @FJK !
Hier ist es schon lange sehr ruhig. Wird an der Initiative noch gearbeitet oder kann sie geschlossen werden.?
Liebe Grüße Ellen vom Moderationsteam


#19

Ich halte es für sehr erforderlich, dass jeder wirklich darüber Bescheid weiß, wie die (und ich finde dieses Wort abstoßend) “Fleischproduktion” in der Massentierhaltung leider mehr als häufig das Tier missachtend abläuft, sei es in Deutschland, sei es in anderen westlichen Staaten inkl. den USA.

Argumentiert wird dann von den Tierquälern, dass die Nachfrage so groß sei, dass eine andere Art der Tierhaltung und -schlachtung als die praktizierte diese nicht decken könnte und vielleicht hat das einen Kern Wahrheit in sich, denn die Menschheit verzehrt extrem viele Hühner, Schweine, Rinder, Fische aller Arten und diverse andere Lebewesen auch.

Es ist aber nun mal so, dass, wenn man das Tierwohl weiter vorne in der Rangliste platzierte, eine Partei Massentierhaltung mit all ihren negativen Einflüssen auf die Tiere verboten werden müsste. Denn so kann keine artgerechte Tierhaltung stattfinden.


#20