Atomendlager in der Grenzregion Schweiz/Deutschland (Benken/CH)

idee-zur-initiative

#1

Seit einiger Zeit wird in der Grenzregion zur Schweiz über die Möglichkeit eines Atomendlagers diskutiert. Hierzu hatten wir im DiB-Tisch in Waldshut überraschenderweise Besuch von Herrn Lüder Rosenhagen vom BUND Rheinfelden. Herr Rosenhagen ist seit Jahren mit der Thematik “Endlager” vertraut und wird auch bundesweit für entsprechende Standorte zu Rate gezogen.

Herr Rosenhagen hat sich angeboten bei einem der nächsten DiB-Tische über die Gefahren von Endlager-Lösungen, wie sie derzeit diskutiert werden, zu referieren.

Da dieses Thema nicht nur für die Region Hochrhein-Südschwarzwald von Bedeutung ist, sondern lt. Ministerpräsident Kretschmann, werden ja auch in anderen Regionen Baden-Württembergs bzw. Deutschlands nach entsprechenden Lagerungsmöglichkeiten gesucht, wäre es sicherlich lohnenswert hier eine größere Veranstaltung zu planen.

Wie könnte solch eine Veranstaltung aussehen, damit es auch medial von Interesse wird.
Wer müsste eingeladen werden?

Bislang ist noch kein Termin festgelegt, aber das ließe sich zeitnah arrangieren.


#2

Hallo Andreas,
danke, dass du mich einbezogen hast! Ich bin ganz Deiner Meinung, dass dazu eine Veranstaltung machen sollten. Ich denke hier in der Region ist das Thema immer mal wieder in der Presse gewesen. Und von daher denke ich, wäre zumindest in Waldshut aber auch hier in Rheinfelden oder Lörrach eine Veranstaltung nötig…
Gerne helfe ich mit das vorzubereiten. Gruß franz


#3

Noch mehr atomare Gefahr und die Lobbyisten geht es allmählich den Kragen

https://www.welt.de/regionales/baden-wuerttemberg/article179556820/Scharfe-Kritik-zu-Tihange-Doel-Gutachten.html


#4

Derzeit fällt es mir schwer eine DiB-Veranstaltung zum Thema Atomendlager ins Leben zu rufen. (zuviel um die Ohren :slight_smile:)
Das Thema ist brisant und die Nagra (www.nagra.ch) setzt alles dran, ihre Ideen einer sicheren Endlagerlösung der Bevölkerung schmackhaft zu machen.

Ich werde mich mit den Leuten vom BUND und von “ausgestrahlt” (www.ausgestrahlt.de) in Verbindung setzen und schauen, ob wir hier nicht eine Protestaktion hinbekommen, die auf breiter Basis steht und überparteilich (zusammen mit den Grünen, den Linken, der SPD, freie Wähler usw.) agiert. Vielleicht können wir Jochen Stay für einen Vortrag bekommen (https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/infoveranstaltung-ausgestrahlt/) zum Thema Atommüll: “Fässer ohne Boden” .

Wer weitere Ideen hat, darf sich gerne einbringen


#5

Super sache. Kann man das auch aus der Ferne unterstützen?


#6

Am 28.1.2019 findet in Laufenburg/CH (an der deutschen Grenze) eine Informationsveranstaltung über den aktuellen Stand der Endlagerstandortbestimmung statt.

Derzeit habe ich den BUND-Hochrhein und ausgestrahlt.de angeschrieben. Allerdings scheint dort die Motivation auch eher gering. Was den Artikel im Südkurier bestätigt.

https://www.suedkurier.de/region/hochrhein/kreis-waldshut/Der-Hochrhein-erhaelt-ein-Atomendlager-und-keinen-interessiert-s;art372586,10002377?utm_medium=Social&wt_mc=facebook.skwww.suedkurier-waldshut-tiengen.echobox&utm_source=Facebook&fbclid=IwAR1Eq6kMBqs4GZ9Wrs-iOhlHcKgV6F8lxKSMbgtUlaXBJHRqLJfoB1-T1sc#Echobox=1545997058


#7

nicht ganz aktuell…aber hinsichtlich der Problematik nochmal gut dargestellt:

http://www.bund-rvso.de/atommuell-benken.html

auch die Schweizer Energiestiftung ist der Endlagerlösung der NAGRA kritisch eingestellt.

https://www.energiestiftung.ch/atomenergie-lagerkonzept-ch.html

auch interessant:

http://www.mitwelt.org/atommuell-gefahr-fuer-eine-million-jahre.html

bislang hat sich auf meine Anfrage weder der BUND noch ausgestrahlt geäußert. :frowning:


#8

schon irgendwie traurig, dass man auf deutscher Seite kaum einen Protest dagegen registriert, obwohl es ja fast direkt hinter der Grenze geplant ist.
Sind wir Menschen bei solchen Themen inzwischen schon so abgestumpft, dass fast niemand mehr dagegen protestiert oder zumindest entsprechende Bedenken anmeldet?


#9

Am Samstag, den 23.3.2019 findet in Singen von www.ausgestrahlt.de ein Treffen zur Vernetzung und zum b Austausch statt. Von 10-16 Uhr wird über den derzeitigen Stand berichtet. Leider bekomme ich die Tagesordnung nicht hier hinein können. (Hab es Guido Mal weitergeleitet)

Wäre aber sicher für einige Mitstreiter interessant.

Würde mich freuen, wenn ich nicht der einzige DiB-Vertreter dort bin.

Viele Grüße

Andreas


#10

Feiner link , lieber @AndreasTenhagen ; schade , dass ich es von Berlin aus nicht an einem Tag hin und zurück schaffe (hab zufällig frei am 23.3.) , aber vielleicht können sie einen live-stream anbieten ?


#11

hier ist die Tagesordnung von dem Treffen.

das Treffen zur Standortsuche für ein Atommülllager in Deutschland findet am Samstag, den 23. März, von 10 bis 16 Uhr in Singen im Konferenzraum der Firma solarcomplex, Ekkehardstraße 10, 78224 Singen (8 Minuten vom Bahnhof) statt.

Hier die Tagesordnung:

9.30 Uhr Eintreffen, Kaffee, Tee, Brezeln
10.00 Uhr Begrüßung/ Vorstellrunde/ Vorstellung TO
10.15 Uhr Vortrag deutsches Standortauswahlgesetz (StandAG) allgemein
11.00 Uhr Diskussion/ Austausch Kritik am StandAG allgemein
11.45 Uhr Kurzinput: Die Situation in der Region (Betroffenheit durch StandAG + Stand Schweizer Verfahren)
12.30 Uhr Mittagspause
13.15 Uhr Austausch: Situation der Anti-Atom-Bewegung in der Region 13.30 Uhr Austausch: Welche weiteren lokalen Partner gäbe es für eine Zusammenarbeit zum StandAG, wie ist die Haltung der Kommunen?
14.00 Uhr Austausch: - weiterführende Arbeitschritte, weitere Mitstreiter*innen für das Thema und lokal mehr Öffentlichkeit?
14.45 Uhr Pause 15.00 Uhr Austausch: Wie gelingt eine gute Vernetzung und Zusammenarbeit in der Region?
15.30 Uhr letzte nötige Verabredungen, Verabschiedung
16.00 Uhr Ende


#12

Beschauliche Runde mit 14 Personen vom BUND, ausgestrahlt und KLAR! e.V. und mir als Vertreter von DiB.

Das Thema, scheint in der Bevölkerung weit weit weg zu sein. Leider erleben die Initiativen seit Jahren sinkende Zahlen bei den Veranstaltungen. Die Grünen sieht man wohl schon lange nicht mehr, was (zumindest in BW) nicht sehr verwunderlich ist.

Allerdings ist das Thema äußerst brisant und dringlich. Und es wäre meines Erachtens nach wichtig solche Veranstaltungen (die uns alle angehen) zu verbreiten und in die Öffentlichkeit zu tragen auch in Tübingen, in Stuttgart, Freiburg. Helge Bauer von www.ausgestrahlt.de hat einen guten Vortrag gehalten und konnte auch viel Hintergrundwissen weitergeben.

Green new deal …ernst nehmen.

Viele Grüße vom Hochrhein

Andreas


#13

Endlager sollten immer dort entstehen wo es die Geologie begünstigt da spielen Staatsgrenzen keine Rolle denn immerhin werden diese Lager länger bestehen als Staaten und Grenzen.


#14

Theoretisch “Ja”, doch ist das alles nicht so einfach.

Das verrückte ist, daß wir immernoch zu wenig Informationen haben, wie die Castor-Behälter z.B. innerlich nach vielen Jahren aussehen. Welche chemischen Prozesse dort abgespielt haben. Auch wissen die Geologen zu wenig über die Beschaffenheit und die künftige Bewegung der Gesteinsschichten. Und die Vorgabe ist: der Müll soll auf einen Zeitraum von 1 Mio. Jahren sicher sein. Bislang gibt das aber kein Behälter her.

Bislang weiß man einfach zu wenig. Und vermutlich überlässt man die Beantwortung der Frage den nachfolgenden Generationen. Und fängt schonmal an das Zeug zu verbuddeln.