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Anerkennung und Förderung von E-Sport auf nationaler Ebene


#88

Das ist schön. :slight_smile: Dann darf ich Dich bestimmt fĂŒr die Ausarbeitung eines der großen Themen hijacken? :grinning:


#89


 und der 99ste ist Potatoistischer Alien der 97 Potenz
 ich merke gerade, höchste Zeit fĂŒr eine Initiative den Welthunger durch den KĂ€sebergbau auf dem Mond zu lösen.

Trump hats schon erkannt und will wieder auf den Mond.

Die Ini hier fand ich ok, weil sie nicht kontraproduktiv war, wie andere, die weder vorbereitet wurden noch irgendwie der Initiator sich mal mit dem Thema auseinander gesetzt hat, sondern nur meint, daß das Thema interessant ist und versucht, mit darstellungen von Lobbyisten hier persönlich zu punkten
 sowas ist sogar gefĂ€hrlich fĂŒr DiB, weil die allerwenigsten sich in Themen wirklich auskennen und die Zeit haben sich einzuarbeiten.

Aber du hast Recht: Sowas ist verdammt frustig, weil sich dann zwangslĂ€ufig die “Sinnfrage” aufdrĂ€ngt und geht nicht mehr lange gut



#90

Ja, das mag schon sein. Der Punkt ist nur, daß Themen wie Versicherungswirtschaft, Gutachterwesen, Recht & Gerechtigkeit all diese unterschiedlichen Interessensgruppen auch betreffen. Und zwar auf sehr profunde und existentielle Art.

Nur sind diese Themen eben sauanstrengend. Auch fĂŒr mich.

Und ich mache das ja nicht zum Spaß, weil ich mein Hobby gefördert haben möchte, sondern weil ich darin ganz essentielle Grundpfeiler unseres Sozialwesens sehe.

Auch bin ich der Meinung, daß DiB als Partei mit substanziellen Themen wie diesen punkten muß, um es schaffen zu können. Nur kann ich das ja nicht “alles” alleine schaffen.


#91

Dieser Thread wurde auf Wunsch des Initiators geschlossen.
Ellen vom Moderatorenteam


#92

#93

Lieber @Jojo, lieber @JoergRupp, liebe Interessierte,

was sagt eigentlich der Koalitionsvertrag zum Thema E-Sport? Der eine kleine Absatz, der sich dazu finden lÀsst, hat es qualitativ richtig in sich:

„Wir erkennen die wachsende Bedeutung der E-Sport-Landschaft in Deutschland an. Da E-Sport wichtige FĂ€higkeiten schult, die nicht nur in der digitalen Welt von Bedeutung sind, Training und Sportstrukturen erfordert, werden wir E-Sport kĂŒnftig vollstĂ€ndig als eigene Sportart mit Vereins- und Verbandsrecht anerkennen und bei der Schaffung einer olympischen Perspektive unterstĂŒtzen.“ (Koalitionsvertrag vom 07.02.18, S. 48., Z. 2173-2177.)

Wow! Wird dieser Absatz in den kommenden Jahren tatsĂ€chlich in praktische Politik ĂŒbersetzt (was ja aufgrund des großen gesellschaftlichen Widerstands, u.a. auch vom DOSB, keinesfalls ausgemacht ist), dĂŒrfte dies einer Revolution gleichkommen.

Die Kernforderungen unserer Initiative wĂŒrden damit jedenfalls erfĂŒllt werden: Die Anerkennung des E-Sports als Sportart, die Gleichstellung mit traditionellen Sportvereinen/verbĂ€nden und damit automatisch auch die finanzielle Förderung des E-Sport-Sektors. Indem der Text darĂŒber hinaus die Etablierung des E-Sports als olympische Disziplin anstrebt, geht er sogar noch ĂŒber unsere Forderungen hinaus.

Da ich in dieser Legislatur damit ĂŒberhaupt nicht gerechnet habe, ĂŒberwiegt natĂŒrlich die Freude und Begeisterung. Wir können stolz darauf sein, dass wir mit unserer großartigen Initiative die Entscheidung quasi vorweggenommen haben.

Dennoch bin ich auch stark irritiert: Drei inhaltsleere, betonkonservative Dinosaurierparteien setzen einen progressiven Inhalt um, wĂ€hrend DiB als vom GrundverstĂ€ndnis her progressive Partei eine diesbezĂŒgliche Initiative ablehnt. Diese paradoxe Lage gibt mir dann doch sehr zu denken
 :thinking:

Mglw. sind unsere verifizierten - also stimmberechtigten - Beweger*innen doch konservativer, als wir es wahrhaben wollen und uns wĂŒnschen. Ich wĂŒrde daher dafĂŒr plĂ€dieren, unsere verifizierten Beweger*innen einem „Gesinnungstest“ zu unterziehen - Ă€hnlich dem, den unsere Neumitglieder vor der Aufnahmeentscheidung durchlaufen. Meine damit verbunden Hoffnung ist, dass unsere Initiativen dadurch wieder stĂ€rker im Sinne unserer progressiven Grundwerte abgestimmt werden. Je mehr Konservative sich verifizieren und abstimmen, desto stĂ€rker und hĂ€ufiger wird DiB gelĂ€hmt. Das empfinde ich als unheilvolle Entwicklung, weil unsere Progressiven dadurch abwandern und DiB damit am Ende seinen ursprĂŒnglichen Daseinszweck verwirkt.

Was denkt ihr?

Viele GrĂŒĂŸe

David


#94

Ist es nicht so, dass dies auch alles bei den “etablierten” Sportarten so ist, welche ja gefördert werden, plus der Tatsache, dass diese zusĂ€tzlichen Nutzen fĂŒr die Gesundheit bieten?

Ich habe nichts gegen E-Sports, aber Steuergelder möchte ich dafĂŒr nicht aufwenden
 Der Markt wird ohnehin wachsen
 und da es schon jetzt eine Millionen-Dollar Industrie ist, können wir die Gelder doch besser verwenden, oder?


#95

Ich finde diese Kritik nicht so ganz gerechtfertigt, denn es ist wohl noch erlaubt kritik an einem solchen Schritt zu Ă€ußern und eine solche Initiative abzulehnen. Denn das Thema E-Sport ist umstritten und auch von “progressiven” Personen! Ich finde hier angeblich konservative Beweger*innen hier zu beschuldigen ein wenig kurz gedacht und ehrlich gesagt auch nicht ganz gerechtfertigt.

Auch diese Aussage finde ich ein wenig bedenklich. Denn alle registrierten Beweger*innen werden sich wohl registriert haben, da sie mit den Grundwerten und Ideen von DiB ĂŒbereinstimmen und die Partei so auch vorran zu treiben. Ich fĂ€nde es bedenklich Aufgrund einer nicht angenommenen Initiative einen "Beweger*innen Check durchzufĂŒhren. Es geht doch bei DiB um das gemeinsame erarbeiten und diskutieren von Themen. Und wenn eine Abstimmung nicht im eigenen Sinn ausgeht ist das fĂŒr einen oft schade, man muss dies aber akzeptieren.
Ich kenne auch Argumente die gegen die Ini sprechen, auch wenn ich dafĂŒr gestimmt haben. Das ĂŒberzeugt mich davon, dass es nicht konservative KrĂ€fte sind, die uns ausbremsen wollen, dafĂŒr sind wir vielleicht doch ein StĂŒck zu unbekannt und klein (noch). Viel eher sind es kritische Stimmen die eine Thematik anders sehen und das ist auch in Ordnung. Denn auch hier gibt es kein wirkliches richtig oder falsch.

Freundliche GrĂŒĂŸe
Vasco


#96

Ich glaube mein Schwein pfeift @davpol!

Bitte erklĂ€re doch mal genauer, was genau “progressiv” fĂŒr Dich ist. Und dann kannste gleich mal einen Fragebogen einstellen, wie der Deiner Meinung nach aussehen soll.
Und konservativ ist also schlecht und progressiv gut, und dazwischen gibt`s nix? Dieser Passus im Koalitionsvertrag steht doch vermutlich nur drin, damit junge Leute, also die Jusos und die Junge Union dem zustimmen und die GroKo nicht noch platzen lassen und ist nicht etwa Ausdruck einer unerwarteten ProgressivitÀt


Ich oute mich mal: ich habe gegen diese Ini gestimmt aus folgendem Grund:
Auch, wenn es vielleicht rasche ReaktionsfĂ€higkeit erfordert und stundenlanges Spielen auch Kondition braucht, so kann ich es dennoch keinesfalls als Sportart ansehen, dass Leute sich auf ihren A
 setzen und gegeneinander in ego-shooter-Spielen wie z.B.Call Of Duty und Ă€hnlichen “antreten”, besser wĂ€re es, es “ansitzen” zu nennen.
Als Argument diente wem im Plenum (wenn ich mich noch recht entsinne), dass gerade diese Online/PC-Games-Spieler zum Ausgleich sich viel Bewegen mĂŒssen in ihrer Freizeit, also da dann “echten” Sport treiben, aber das war ja wohl nicht Gegenstand der Ini.

Sport hat fĂŒr mich etwas mit Bewegung zu tun, und zwar natĂŒrlich wĂ€hrend dessen AusĂŒbung. Beim sogenannten E-Sport bewegen sich die Spieler aber nicht ausreichend genug dafĂŒr, wie (nicht nur) ich finde. Vielleicht kĂ€me das gleich besser heraus, wenn man das E einfach mal ausschriebe- elektronischer Sport - ha ha.

FĂŒr mich handelt es sich um Online-/PC-Computerspiele, die man eben im Teamplayer-Modus als Turniere öffentlich austragen kann, und wer mag, soll ruhig.
Die Firmen, die die Spiele entwickeln, und viele andere Firmen und Organisationen mehr, sponsern die Teams (und setzen diese Kosten als Werbekosten steuerlich ab!!) und begeisterte Zuschauer zahlen bei den Events Eintritt. Die besten Spieler/Teams verdienen nicht nur direkt wĂ€hrend der Turniere daran, sondern auch durch andere Online-AktivitĂ€ten in Social Networks. Und das reicht nicht?? Muss da unbedingt noch mehr Geld vom Staat fließen, dafĂŒr, dass ein paar SpielsĂŒchtige sich ihre Gesundheit eher ruinieren als diese zu fördern?
Wieso ist diese Einstellung konservativ, wo es doch “in” ist, sich zu bewegen und den “body” immer schön “in shape” zu halten?
Also mein Text hier ist jetzt evtl. teils provokativ und ĂŒberspitzt- aber ich habe mich ĂŒber Deine Unterstellung, dass ich, nur weil ich Deine Initiative ablehne, stockkonservativ sein soll, ziemlich geĂ€rgert. Glaubst Du, ich engagierte mich hier bei/fĂŒr DiB, wenn ich das wĂ€re???:stuck_out_tongue_closed_eyes:
Du suchst nach GrĂŒnden fĂŒr die Ablehnung— leider bist Du da ziemlich auf den Holzweg geraten!


#97

Hui, ich weiß gerade gar nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

Also zum einen kann man nicht die basisdemokratische Partei der Vielfalt sein wollen und dann einen “Gesinnungstest” fĂŒr Beweger durchfĂŒhren wollen, der dann ĂŒberhaupt zu was fĂŒhrt
? Überhaupt Gesinnungstest
 erinnert mich an nicht so lustige Zeiten hier in D


Zum anderen wĂŒrde ich beispielsweise eine solche Verifizierung in puncto progressive Denkweise allein schon berufsbedingt so etwas von mit Bravour meistern, und habe dennoch dagegen gestimmt. Und zwar, weil ich erkannt habe, daß wir in diesem Land wirklich grĂ¶ĂŸere Probleme haben als die Sportförderung. Egal, ob E-Sport oder andere Sportarten.

Kommt nÀmlich beispielsweise jemand im Rahmen sportlicher BetÀtigungen zu Schaden, dann haben wir hier in diesem Land die Probleme, die man in meinen Threads Versicherungswirtschaft, Gutachterwesen, Recht & Gerechtigkeit oder auch im TK Behindertenpolitik nachlesen kann. Bitte dies auch mal tun, anstatt hier mit derlei Unterstellungen aufzuwarten.

Die Förderung von E-Sport ist fĂŒr mich das SahnehĂ€ubchen auf einer Prinzregententorte. Andere haben in diesem Land aber noch nicht einmal Brot zu beißen. Das ist der Knackpunkt.

Gerade weil Du GrĂŒndungsmitglied bist, sehe ich da durchaus auch eine gewisse Verantwortung, sich ĂŒber derlei Problemstellungen eingehender zu informieren. Auch wenn diese nicht so viel Spaß machen wie E-Sport.

Wir alle investieren hier Zeit und Kraft, um wirklich schwerwiegende Probleme in diesem Land anzugehen. Es kann einfach nicht angehen, daß unser Engagement mit derlei Argumenten derart mit FĂŒĂŸen getreten wird.


PS: Als konservativ - oder gar betonkonservativ, um es mit Deinen Worten zu sagen - wĂŒrde ich ganz im Gegenteil sogar gerade die typische “Brot & Spiele”-Politik bezeichnen. Die gab es nĂ€mlich schon im alten Rom und paßt insofern ganz hervorragend zu unseren Politdinosauriern:

Panem et circenses

Der Ausdruck panem et circenses (lat. [ˈpaːnáșœË ɛt kÉȘrˈkáșœËseːs]) (Akkusativ von panis et circenses) stammt vom römischen Dichter Juvenal. Er bedeutet „Brot und Zirkusspiele“. Juvenal kritisierte in seiner Satire, dass das römische Volk in der Zeit des Prinzipats, entmachtet von den Kaisern Augustus, unter dem die Wahlen der Magistrate zur bloßen FormalitĂ€t verkamen, und Tiberius, der sie völlig dem Volk entzog und dem Senat ĂŒbertrug, sich nicht mehr fĂŒr Politik interessiert und nur noch diese beiden Dinge gewĂŒnscht habe: Brot und Spiele. Stattdessen wird in der wissenschaftlichen Literatur die Ansicht vertreten, bereits in der Zeit der spĂ€ten Republik hĂ€tten die WĂ€hler panem et circenses erwartet und sich, auf diese Weise bestochen, zur entsprechenden Stimmabgabe bei den Magistratswahlen verleiten lassen.

Auch Fronto berichtet von Kaiser Trajan, dieser habe Massenunterhaltungen besonders gepflegt, in der festen Meinung, „dass das römische Volk insbesondere durch zwei Dinge, Getreide und Schauspiele, sich im Bann halten lasse“ (populum Romanum duabus praecipue rebus, annona et spectaculis, teneri). Dion von Prusa wirft den Einwohnern Alexandrias vor, sie seien nur noch auf Brot und Wagenrennen fixiert.

Antike
Schon zu Zeiten der römischen Republik wurde vom Senat fĂŒr BĂŒrger Roms extrem verbilligtes, teils sogar kostenloses Getreide zur VerfĂŒgung gestellt. Dies hatte den Zweck die Massen der Armen, die plebs, zumindest soweit zu versorgen, dass er keine AufstĂ€nde startete. Gleichzeitig wurden oft von vermögenden Adeligen Zirkus- und Gladiatorenspiele veranstaltet, die fĂŒr jeden BĂŒrger kostenlos besuchbar waren. Erfolgreiche Politiker wie z.B. Julius Caesar sicherten sich Stimmen bei den regelmĂ€ĂŸigen Wahlen, indem sie einerseits große Mengen an Nahrung verschenkten und andererseits besonders prĂ€chtige und unterhaltsame Spiele veranstalteten. Dies sorgte dann dafĂŒr, dass der jeweilige Politiker gewĂ€hlt wurde. Durch diese „Steuerung“ sorgten die BĂŒrger einerseits fĂŒr immer mehr Unterhaltung und kostenlose Nahrung, andererseits wurde ein Amt damit mehr oder weniger kĂ€uflich.

Heutige Bedeutung
Der Ausdruck bezeichnet auch heute noch die Strategie politischer (oder industrieller) Machthaber, das Volk mit Wahlgeschenken und eindrucksvoll inszenierten Großereignissen von wirtschaftlichen oder politischen Problemen abzulenken.

Dies kritisiert aber gleichzeitig auch eine abgestumpfte Gesellschaft, deren Interesse ĂŒber elementare BedĂŒrfnisse und „niedere GelĂŒste“ nicht hinausgeht. Die massive Ausweitung der Sportberichterstattung fĂŒhrt z.B. dazu, dass wichtige politische oder gesellschaftliche Fragen in den Massenmedien in den Hintergrund gedrĂ€ngt werden.

:warning::warning::warning::warning::warning:


#99

Ich kann schon verstehen, was @davpol da anspricht und mir fÀllt Àhnliches auch an anderen Themen auf - ohne es von meiner Seite aus anzusprechen.

Es wird noch öfter vorkommen daß DiB als Partei dem Tagesgeschehen hinterherrennt, denn Progressiv oder gar visionĂ€r geht wirklich anders
 da hat @davpol einfach recht. denkt an die EinfĂŒhrung der Gleichgeschlechtlichen Ehe
 die war schneller da, da hier die initiative durch und vom BPT bestĂ€tigt war. Da wurde es noch mit Humor genommen und gejubelt weil UNSERE erste Initiative mit ihren Forderungen RealitĂ€t wurde.

Wenn ich mir dann anschaue, welchen Themen in den beiden Koalitionsverhandlungen - die erste mit den GrĂŒnen und die zweite mit den Spezialdemokraten - aktuell waren, (Europa, BĂŒrgerversicherung, Steuergeschenke, Klimaschutz 
) durch den Kopf gehen lasse, dann stell ich da auch fest, daß die teilweise weiter und PROGRESSIVER sind , als einzelne Menschen hier, die aber in der Summe hier die Meinung bilden und Abstimmungen gewonnen haben oder zukĂŒnftige auch gewinnen werden.

FĂŒr mich ist es ein wesentlicher Bestandteil einer Progressiven Politik, komplexe ZusammenhĂ€nge aus verschiedenen Sichtweisen zu betrachten und die Auswirkungen auf gesamtgesellschaftliche Prozesse zu berĂŒcksichtigen. Es ist eben mehr als das bestehende einfach ANDERS zu machen oder sich sein TuttiFrutti Eis mit 10 BĂ€llchen aus 100 Eissorten zusammenzustellen.
Ich glaube auch nicht daß da Konsensieren oder Reeza helfen kann - wenn keine Inhaltliche Substanz vorhanden ist, dann sind die abstimmenden Mitglieder gar nicht in der Lage, eine Entscheidung zu treffen und die 100 Abstimmenden, sind auch kein reprĂ€sentativer Zensus unserer Gesellschaft.

In dieser Initiative wurde aber wirklich vorbildlich versucht, die Kritiker der Initiative durch Argumentation zu ĂŒberzeugen und nicht mit fragwĂŒrdigen Links, die letztendlich von Blogs oder Online-Journalisten geschrieben sind, die ihrerseits keine Fachkenntnis haben oder von einer Lobby mit selektiven Infos gefuttert werden, zu ĂŒberreden.

Da bin ich auch enttĂ€uscht und glaube, daß es kein Einzelfall bleibt, sondern eher zur Regel wird
 leider
 DiB steht als Partei eben noch ganz am Anfang.


#100

ZunÀchst an @davpol, die Sache mit dem Gesinnungstest, da bist du etwas zu weit gegangen, m. M. n.

Auch ich habe gegen diese Initiative gestimmt, weil ich die Gefahren sehe, die diese Art Spiele mit sich bringt.

Viele junge Menschen sitzen nur noch vor ihrem Computer oder der Spielekonsole und brauchen irgendwann eine Suchttherapie, weil sie aus diesem Teufelskreis alleine nicht mehr herauskommen.

Das ist etwas, dass muss aus meiner Sicht nicht noch staatlich gefördert werden. Auch wenn diese Sichtweise jungen Menschen konservativ und ĂŒberholt erscheint, sei es drum. Ich stehe dazu!


#101

Mich irritiert das gar nicht, es Ă€rgert mich. Da verhandeln 3 große Parteien ĂŒber die Zukunft der Menschen in diesen Land. Alles wichtige wird in mögliche Kommissionen verschoben oder in nichtssagende WorthĂŒlsen gepackt, ohne inhaltliche Konsequenz.

Aber beim E-Sport sind sie sich einig


Hier bei DiB weiß ich, wurde nach einer abwechslungsreichen Debatte, dagegen entschieden. Ich fĂŒrchte jeder der von uns daran teilgenommen hat, hat sich damit mehr beschĂ€ftigt als der SPD UnterhĂ€ndler und der der Union, die sich mit Fragezeichen ĂŒbern Kopf vermutlich angeschaut haben und sagten: “Ach klingt digital, warum nicht?”.

Ich hĂ€tte auch gut mit einer Entscheidung fĂŒr Anerkennung des E-Sport bei uns damit leben können, obwohl dagegen war, weil die Diskussion gestimmt hat. Ich seh das was die möglichen Koalitionspartner da abgezogen haben eher als traurigen Zustand an. Vermutlich haben sie die Normierung der KrĂŒmmung von Bananen auch behandelt



#102

Schade, denn ich hatte schon ĂŒberlegt, das Projekt E-Paralympics im TK Behindertenpolitik vorzuschlagen
 so mit Ego-Shooter fĂŒr Blinde und so.

Klar, ich kann im Rolli auch schach spielen und kannte einen deutschen Schach Mannschaftsmeister der SG Porz, der als BoatflĂŒchtling im Rolli nach Deutschland kam und die ersten Jahre vollkommken isoliert im Rollstuhl mit seinem Schachcomputer war
 aber dann richtig gut.

Ich finde das Klischee ist falsch und da wĂŒnsche ich mir schon, mehr Offenheit fĂŒr Dinge, die man nicht kennt - ob das progressiv ist, weiß ich nicht, aber es ist das Gegenteil von konservativ.

Gesinnungstest hin oder her
 an dem Wort mĂŒssen wir uns wirklich nicht aufreiben. Wenns sowas hier gĂ€be, mĂŒĂŸte ich euch ja alle rauswerfen und den Laden ĂŒbernehmen - kleiner Scherz am Rande :wink:


#103

Hallo Marcus,

gut, dass wir nicht immer einer Meinung sein mĂŒssen.

In diesem Fall haben fĂŒr mich die Gefahren und Risiken ĂŒberwogen.


#104

Das sehe ich ja auch als Gefahr an
 aber leider verbindet das E-Sport eher mit Sport, denn da gibt es auch haufenweise Gefahren.

Daher war fĂŒr mich die Gleichbehandlung das entscheidende und dann gegen die Gefahren eines Mißbrauchs bei beiden vorgehen.


#105

Etwas was mir noch fehlt in der ganzen Diskussion um E-Sport:
Im Gegensatz zu “normalem” Sport ist E-Sport von vornherein auf einzelne Software-Produkte einzelner Firmen ausgerichtet. Da kann ich nicht wĂ€hlen, das Spiel xy mit der Software von abc zu spielen, wĂ€hrend andere die Software von cde nutzen. Bei Fußball kann ich zwischen BĂ€llen verschiedener Hersteller wĂ€hlen - ok, die Wahl wird doch auch immer kleiner.

ErgÀnzung:
Beispiel: Wenn es einen Wettbewerb “Counter Strike” gibt, dann handelt es sich um das Spiel der Firma xy. Oder kann ich in diesem Wettbewerb auch “Counter Strike” einer anderen Firma spielen?

Sport sollte immer auch mit Mitteln gespielt werden können, bei denen ich eine Auswahl habe und nicht auf ein Monopol zurĂŒckgreifen muss. Und wenn dann solche Monopole gefördert werden sollen, dann wĂŒĂŸte ich zugerne ob das nicht unerlaubte Wirtschaftsförderung wĂ€re?


#106

Naja, beim Betriebssystem hab ich primĂ€r eh nur die Auswahl zwischen Windows und IOS. FĂŒr Programmierer*innen wĂ€re Linux noch interessant. Hier wird einem die Auswahl natĂŒrlich abgenommen (viele Spiele laufen auf IOS nicht oder eher mangelhaft).
Aber da die Auswahl von Anfang an nicht so groß ist und IOS durch ESports definitiv nicht vom Markt gedrĂ€ngt wird, sehe ich das als weniger kritisch.

Falls du auf andere Softwares anspielst: Ich habe immernoch die Auswahl zwischen Spielen wie Rocket League, Counter Strike oder League of Legends. Entwickler haben die Auswahl zwischen verschiedenen “Engines” mit denen das Spiel entwickelt werden kann (z.B. Unreal oder CryEngine).
Hier wird nirgends ein Monopol aufgebaut, da hier die Auswahl zwischen verschiedenen Genres groß ist und auch in den Genres Auswahl besteht. (Auf Anfrage kann ich weitere Beispiele geben :stuck_out_tongue: )
Genau wie Entwickler eine Auswahl haben, da verschiedene Engines fĂŒr verschiedene Spielstile optimal sind.

Oder welche Art von Software meinst du?


#107

@M.M.Erpenbach
Nur, um das klarzustellen: Ich habe grundsĂ€tzlich nichts gegen “E-Sports”, ich finde nur die Bezeichnung irrefĂŒhrend und, dass keine Steuergelder eingesetzt werden sollten, um die Events zu finanzieren.
Aber warum sollte sich nicht, wer will, an solchen Veranstaltungen beteiligen, ich find es echt o.k., teils sogar auch interessant, denn ich kann die Leistung der Spielenden durchaus als solche erkennen und anerkennen. Also, ich wĂŒrde es ja nicht verbieten wollen und ich finde, es gibt keinen Grund, weshalb Du das Deinem TK nicht vorschlagen solltest.
Ich spiele selber gerne mal ein Spiel (bzw. habe eigentlich so gut wie nie Zeit dafĂŒr
) - ich mag aber lieber Abenteuerspiele oder so was wie “The Evil Within” oder “Alone In The Dark” oder “Avatar” oder kennt Ihr “Okami”? - nicht so reine Ballerspiele und zu brutal sollte es auch nicht sein, also Bioshock 2 war mir zu heftig
egal
- aber - wer`s mag :roll_eyes: *schulterzuck*
Dagegen, dass Leute spielen, was sie spielen (oder auch mit sich spielen lassen :wink: ), dagegen habe ich nichts, finde es streckenweise echt cool, aber das muss jeder fĂŒr sich selbst entscheiden- nur das finanziert sich ja anderweitig auch sehr gut, sogar das Absetzen der Kosten von der Steuer wĂ€re nicht nötig, denke ich mir, deshalb habe ich die Ini nicht unterstĂŒtzt .

:rofl:


#108

Dieses Thema wurde automatisch geschlossen, nachdem die maximale Anzahl von 100 Antworten erreicht wurde. Das ist eine selbstorganisatorische Maßnahme.

Wer weiterhin das BedĂŒrfnis hat, etwas Wichtiges zu diesem Thema hinzuzufĂŒgen, möchte bitte ein neues Thema aufmachen und dabei Bezug auf das geschlossene Thema nehmen. Dabei gilt, daß der Eingangsbeitrag in dem neuen Thema zunĂ€chst den Diskussionsstand des alten Themas zusammenfasst: Die Grundthese bzw. der Diskussionspunkt sowie die verschiedenen Standpunkte, die bisher dazu geĂ€ußert wurden sollen kurz dargestellt werden. DarĂŒber hinaus sollte die Erwartungshaltung, wie es jetzt weiter gehen soll, formuliert werden. Wer Hilfe dabei sucht, kann sich in diesem Thema melden.

Vielen Dank - Euer Moderationsteam :dib_spirit: