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Anerkennung und Förderung von E-Sport auf nationaler Ebene


#44

Das ist ein guter Einwand. Nachdem es um E-Sport gehen soll, gehört die Initiative eigentlich in die Kategorie ‘Soziales und Gesundheit’, oder?


#45

dieser Passus in der Ini gefÀllt mir am besten :wink:
Man muss tatsÀchlich sehr genau hinschauen, wie sich die Anerkennung des ESports auf Kinder und Jugendliche auswirken könnte.
Generell sollten Kinder nur in einem zeitlich begrenzten Rahmen und begleitet von einem kompetenten Erwachsenen den Computer nutzen. Irgendwelche Angebote zu fördern, die sie zusĂ€tzlich vor den Rechner ziehen, halte ich fĂŒr grundlegend falsch 
 dann lieber in mehr altersgerechte und kostenlose Offline - Angebote investieren

Im Jugendalter hat man da ohnehin kaum noch Einfluss drauf, weder die Eltern noch sonstwer, aber wer von Kindesbeinen an seinen ‘Offline- Verein’ hatte, ist generell auch weniger anfĂ€llig fĂŒr Spielesucht.
Was den eSport fĂŒr Erwachsene angeht, habt ihr den Segen der Rollenspiel- Zockerin :slight_smile:


#46

Die Initiative prĂ€sentiert E-Sport als wertvolle und zu unrecht verunglimpfte TĂ€tigkeit dar. Das ist etwas einseitig. Aber die Forderungen enthalten nicht ausschließlich die Förderung dieser TĂ€tigkeit:

Die Hauptfrage ist nicht, ob E-Sport oder Computerspiele im allgemeinen gut oder schlecht sind. NatĂŒrlich stehen dahinter gefĂ€hrliche Entwicklungen, worauf bereits @anon50756271 hingewiesen hat. Aber fairer Weise sollten Bedenken hier in Bezug auf die Initiative und ihre Formulierung gesetzt werden.

Ich denke, was fehlt ist eine Passage in der Problembeschreibung, die auf Gefahren und negative gesellschaftliche Entwicklungen hinweist. Das wĂŒrde die von mir oben zitierten Forderungen allerdings unterstĂŒtzen und somit eher zur StĂ€rkung der Initiative beitragen.

Ich habe keinen Faktencheck darĂŒber durchgefĂŒhrt, aber gehen nicht auch einige Ring- und Boxvereine auf die Absicht zurĂŒck, StraßenschlĂ€gereien zu reduzieren und nicht darauf, diese TĂ€tigkeiten fördern zu wollen?


#47

Warum? Bis zu welchem Alter? 14?


#48

Welche denn? Kinder, die Leistungssport machen, verbringen mehr Zeit auf dem Sportplatz als regelmĂ€ĂŸige Spieler/innen vor dem PC. Die treffen auch niemanden. Und reden können sie auch kaum. Haben Schmerzen. Verbringen viel Zeit in ihrer Filterbubble. Oder?


#49

Ich wĂŒrde das weniger am Alter festmachen als eher an der geistigen Reife und allgemein der Persönlichkeit des Kindes. Das erfordert natĂŒrlich die individuelle Betrachtung des einzelnen Kindes, und insbesondere FingerspitzengefĂŒhl von Seiten der Eltern, die das letztendlich einschĂ€tzen sollen.

Da ist auch einer der Knackpunkte; Eltern mĂŒssen genauso aufgeklĂ€rt werden, um die Gefahr fĂŒr ihr Kind einschĂ€tzen zu können. Schon heute ist es ja teilweise so, dass Kinder mit Medien ruhiggestellt werden (ich nehme mich von diesem Laster nicht aus - ab und zu bin ich auch ganz froh ĂŒber die Möglichkeit, meine Kinder eine Weile ruhig beschĂ€ftigt zu wissen). Eltern, die das dauernd machen, werden auch die Gefahren von SpielsĂŒchten nicht einschĂ€tzen können.
Aber um mal ein Alter zu nennen: mein Grundschulkind geht nicht allein an den Rechner, so als grobe Richtlinie wĂŒrde ich schon sagen 10-12, vielleicht auch 14, wenns dann wirklich ums ‘Zocken’ geht.


#50

Wenn wir E-Sports als förderungswĂŒrdig einstufen, wĂŒrde ich gerne die Initiative “ÜbermĂ€ĂŸige Nutzung von Computerspielen und E-Sports als Krankheit anerkennen” starten.

Wissenschaftliche Studien zur Gefahr (auch der exessiven Smartphonenutzung) gibt es einige; z.B.:

http://www.drogenbeauftragte.de/presse/pressekontakt-und-mitteilungen/2017/2017-2-quartal/ergebnisse-der-blikk-studie-2017-vorgestellt.html

Dann haben wie es erreicht, sowohl die Droge als auch deren BekÀmpfung zu fördern. Eine Lose-Lose-Situation?

Ich bin ĂŒbrigens auch gegen die Anerkennung von Profi-Vereinen als föderungswĂŒrdig oder gemeinnĂŒtzig. Reicht schon, dass ich die PolizeieinsĂ€tze gegen Hooligan-Glatzen mitbezahlen muss!


#51

.Meine Erfahrungen sind keine Vorurteile. Ich sehe den Mehrwert vor lauter Schaden nicht, das ist richtig. Die Dinge verĂ€ndern sich, ja, aber in welche Richtung sie sich verĂ€ndern sollen, bleibt zu diskutieren. Und die PC Spielewelt ist fĂŒr mich keine erstrebenswerte VerĂ€nderung und sehr mit Vorsicht zu genießen. Dass es Biografien gibt, die diese Art der FreizeitbeschĂ€ftigung sehr zu schĂ€tzen wissen, klar! Niemand ist fĂŒr ein Verbot der Sparte. Aber sehr viele Biografien scheinen nicht zu profitieren. FĂŒr die Entwicklung eines Kindes ist die BeschĂ€ftigung ĂŒber alle seine Sinne mit der unmittelbaren Umwelt entscheidend wichtig und durch nichts kognitives zu ersetzen. Es funktioniert einfach nicht. Ein Organismus kann keine Entwicklungsschritte ĂŒberspringen, ohne Schaden zu nehmen. Das Spiel am PC nimmt so viel Zeit ein, dass die gesunde Mischung auf der Strecke bleibt
Rein faktisch, im Alltag, und das ist nur ein Aspekt von vielen



#52

Aber Erwachsene leben vor, was Kinder dann lernen



#53

Das stimmt.
Es wĂ€re wirklich schön, wenn sich alle Eltern ihrer Vorbildrolle bewußt wĂ€ren.
Aber das wird nie der Fall sein, weder beim Spielen, noch beim Konsum von Alkohol /Zigaretten vor den Augen der Kinder (was meiner Meinung nach gleichzusetzen ist, wenn es suchtĂ€hnliche Ausmaße annimmt.)
Davor kann man Kinder leider nicht schĂŒtzen; umso wichtiger wĂ€re mir, dass die Ini ihre Forderung nach AufklĂ€rung sowohl in der Schule als auch im Elternhaus in den Vordergrund rĂŒckt.


#54

Aus meiner Sicht: Nein, denn hier geht es um die Anerkennung von E-Sport. Ich habe das GefĂŒhl, dass im Laufe dieser Diskussion der Kern der Initiative eher weniger erfasst wurde und die Diskussion sich auf ein anderes Problem konzentriert.
In dieser Initiative geht es darum, dass es einige Probleme im Bereich des E-Sports in Deutschland exisiteren. Auch wenn ich die Szene nicht sehr aktiv verfolge, so weiß ich doch, dass es einige deutsche Spieler gibt, die in ihrem Gebiet einer der Besten sind. Diese Menschen stehen auch im Bereich der motorischen und psychosozialen nicht hintenan, jedoch haben sie durch die mangelhafte Anerkennung einen sehr instabilen Beruf, da ihr Gehalt zu grĂ¶ĂŸten Teilen von ihrer Platzierung in Turnieren abhĂ€ngt. Der daraus entstehende Leistungsdruck ist Ă€ußerst ungesund


Aber selbst auslĂ€ndischen Spielern werden hier Steine in den Weg gelegt. Da hier in Deutschland ein großer Turnierveranstalter sitzt (dessen Name mir gerade leider nicht einfĂ€llt) und daher einige Turniere hier in Deutschland stattfinden, hatten einige Spieler bereits das Problem, dass deren Visum ausgelaufen ist und sie nicht rechtzeitig ein neues bekommen konnten (deutsche BĂŒrokratie, yeah). Das fĂŒhrte dann dazu, dass in den Teams plötzlich sehr gute Spieler gefehlt haben, wodurch die Teams dann sehr schnell rausgeflogen sind. Ein Sportlervisum, wie es z.B. internationale Fußballspieler bekommen können, war hier nicht möglich.
Das waren jetzt nur zwei von sehr vielen Problemen.

Versteht mich bitte nicht falsch. Ich finde die Probleme, die ihr angesprochen habt sehr wichtig und bin absolut fĂŒr eine eindeutig erhöhte AufklĂ€rung, allerdings finde ich, da wĂ€re eine eigene Initiative angebracht, da hier vor allem die professionelle Ebene, bzw der Weg zu dieser, gefördert werden soll. Die Ebene der Gelegenheitsspieler und Kinder in der Entwicklung sollte durch eine seperate, ausfĂŒhrlichere Initiative abgedeckt werden, die sich auf diese Gruppen konzentriert.

Ich finde es schade, dass du hier einfach Computerspiele, bzw SpielerInnen generalisierst. Wenn Kinder tatsĂ€chlich den ganzen Tag, bzw viel zu lange davor hocken, dann glaube ich deinen Beobachtungen. Allerdings was ist mit denen, die sowohl Spaß am zocken haben, als auch sich draußen mit ihren Freunden verabreden und ihre Hausaufgaben erledigen? Die zeigen solche RĂŒckstĂ€nde tendenziell nicht. Warum weiß ich das? Weil ich (und einige meiner Freunde) zu dieser Gruppe gehöre. Ich saß vor allem frĂŒher teilweise nicht wenig am PC, hatte aber immernoch soziale “offline” Kontakte und habe hier anscheinend eine gewisse Balance getroffen, denn ich zeige keine motorischen oder psychosozialen EntwicklungsrĂŒckstande. Ganz im Gegenteil. Vor allem die FĂ€higkeit der Problemlösung ist bei mir nicht gerade gering ausgeprĂ€gt, was vor allem daran liegt, dass in solche Spielen oft komplizierte RĂ€tsel gelöst werden mĂŒssen.
Von daher finde ich es falsch, aufgrund von ExtremfĂ€llen direkt eine ganze Gruppe mit einzuschließen, denn das Spielen am PC kann erwiesenermaßen* im gewissen Rahmen(!) durchaus förderlich sein. Nur muss den Kindern beigebracht werden, wie sie diesen Rahmen einhalten, aber wie oben gesagt, bietet dieses Thema genug Input fĂŒr eine seperate Initiative.

*Positivstudie 1
Positivstudie 2
Aber um die Fairnes zu bewahren: Effekte durch zuviel Gewaltspiele
Demensprechend sehe ich Vorteile im moderaten Gaming.


Nebenbei noch: Der Arbeitstag fĂŒr professionelle E-Sportlers dauert oft bis zu 10 Stunden. 10 Stunden am PC sitzen und zocken? Nein. Viele der professionellen Teams treffen sich in sogenannten Gaming-HĂ€usern, in denen sie offline Teambesprechungen und Strategieentwicklungen haben. Auch da Trainer wissen, dass mentale und körperliche Fitness Hand in Hand gehen, gehören auch körperliche AktivitĂ€ten mit in den Traininsplan solcher Teams. Dementsprechend ist E-Sport viel facettenreicher, als nur auf einen Monitor zu glotzen und Tasten zu drĂŒcken.


#55

Mir fehlt da jedes VerstÀndnis. Ich habe auch keine Lust, mir anzuhören, wie anstrengend doch der Tag von Christiano Ronaldo oder Mats Hummels ist. Das kann doch nicht wahr sein!

Andere Leute versuchen, sich mit viel Risiko als Installateur, Tischler oder Friseur (-in, in, in) selbststÀndig zu machen, oft reichen da 10 Stunden oder 5 Tage gar nicht. Das ist auch Schiksal eines SelbststÀndigen. Aber mit teilweise Millioneneinkommen gesegnete Daddler, die genauso wenig zur Lösung unseres Pflegeproblems beitragen wie Ronaldo, nun ins Zentrum des Mitleids zu stellen, ist doch gelindegesagt eigenartig.

Ganz eigenartig finde ich es, wenn dieses Engagement von Leuten ausgeht, die sich eigentlich gar nicht so eng mit dem Ganzen verbunden fĂŒhlen. Ich wĂŒrde nicht auf die Idee kommen, mich ausgerechnet hierfĂŒr zu engagieren.

Bitte findet es toll, zahlt Geld dafĂŒr, seht Euch die Games an. Alles okay, aber ich empfinde es nicht als politisches Ziel, Hobbies zu pushen.


#56

Tempo 130 oder die Abschaffung der Sommerzeit heilen auch kein Krebs und stehen, genauso wie diese Initiative, nicht im “Zentrum des Mitleids”. Sollten wir diese Inis jetzt vom Plenum nehmen?

Ich werde mich nicht dafĂŒr entschuldigen, dass ich das Leben von anderen Personen versuche besser zu gestalten, selbst wenn ich nichts mit diesen zutun habe. Das hindert mich auch nicht daran, mich an weiteren Problemlösungen zu beteiligen.

Dann sollte man bspw Fußball auch aus der Förderung nehmen. Uns geht es hier auch um die Gleichberechtigung von E-Sports. Dementsprechen wĂ€re die Maßnahme alle anderen Sportarten nichtmehr zu fördern auch möglich, in meinen Augen aber keine gute Alternative.


#57

Augenmaß und Angemessenheit!

NatĂŒrlich könnt Ihr Eure Ini durchziehen.

Ich trete fĂŒr wirklich Benachteiligte ein, nicht fĂŒr Profisportler. Könnt Ihr gerne anders machen.

Nochmal und nochmal und nochmal zum Mitschreiben: Auch andere Profisportarten sollten nicht gefördert werden. Das hat ja nichts mit den MĂ€dchen, Jungen und Senioren und Ihrem Spaß am tĂ€glichen Sport zu tun!

Viel Spaß noch.


#58

Die Gesellschaft besteht ja nicht nur aus Benachteiligten. Und ich zumindest möchte Politik fĂŒr ALLE machen, nicht nur fĂŒr “offiziell anerkannte Luxusrandgruppen”.

Dann bis zum nÀchsten kontroversen Thema :wink:


#59

Meinst Du die Luxusrandgruppen wie z.B. Behinderte, FlĂŒchtlinge, Kranke oder die Luxusrandgruppen der ca. 3 Milliarden Menschen, die weder ausreichend Nahrung und Gesundheitsvorsorge oder Wohnraum haben, denen wir aber die Rohstoffe fĂŒr unsere Daddelcomputer klauen?

Nee klar, irgendjemand muss sich halt auch fĂŒr arme Profi-Daddler einsetzen.

Ich glaube, es ist klar wofĂŒr Ihr steht. Ist Euer Recht!


#60

Wenn du dir mal die angenommenen INIs oder das Parteiprogramm anschaust, wirst du sehen, dass wir die von dir genannten Gruppen durchaus im Fokus haben. Das ist auch richtig so. Die Mitte der Gesellschaft / kleine Probleme brauchen aber eben auch politische Aufmerksamkeit.


#61

GefĂ€hrdung durch Computerspiele lĂ€sst sich wahrscheinlich leichter belegen als positive EinflĂŒsse. @anon50756271 hatte bereits ein Zitat zu EinflĂŒssen auf die Ontogenese gebracht, @andreas.haselbach mit den Suchtpotentialen begonnen. Spontan fallen mir noch folgende Links ein:

Wartberg, L, L. Kriston, R. Thomaisus (2017). PrĂ€valenz und psychosoziale Korrelate von Internet Gaming Disorder. Deutsches Ärzteblatt 114(25), 419-424.

Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2017, Abschnitt 2.5 “Computerspiel und InternetabhĂ€ngigkeit”, S. 61-66.

Expertise “Suchtfördernde Faktoren von Computer- und Internetspielen” im Auftrag des Arbeitsstabs der Drogenbeauftragten der Bundesregierung beim Bundesministerium fĂŒr Gesundheit, 2017.

Ich kann vorstellen, dass sich E-Sportler im Vergleich zu Schachspielern und anderen ‘Sportarten’ benachteiligt fĂŒhlen mögen. Die Initiative heißt aber nicht “Gerechtigkeit im Sport”, sondern hat konkrete Forderungen, die auf gesellschaftliche Förderung abzielen. Ich finde schon, dass ein gesellschaftlicher Nutzen bestehen sollte. Dass Leistungssport allgemein ein mieses GeschĂ€ft sein mag reicht als Motivation nicht aus.


#62

Es wÀre verantwortungslos, ein potentielles Suchtmittel als Sport anzuerkennen, sich aber nicht ausreichend mit Auswirkungen, AufklÀrung und PrÀvention zu beschÀftigen.
Klar werden nicht viele, die regelmĂ€ĂŸig vorm Computer sitzen, auch sĂŒchtig danach, und Suchtmittel, vor denen keiner warnt, gibt es auch zuhauf (Sport selbst kann auch sĂŒchtig machen
) . Trotzdem muss die potentielle GefĂ€hrdung wahrgenommen und berĂŒcksichtigt werden, das gehört zu einer verantwortungsvollen Initiative einfach dazu.


#63

Meiner Meinung nach vereint E-Sport einen Wettbewerbsgedanken und bietet sowohl Einzelspiele als auch Teamspiele. Die betreffenden Wettbewerbe können inzwischen eine riesige Zuschauerschaft erreichen, seien es ausverkaufte Hallen oder ĂŒber Livestreams. Und wer mal neben einem Starcraft-Spieler saß weiß auch, dass das kognitiv und motorisch eine hochkomplexe Angelegenheit sein kann. FĂŒr mich sind damit mindestens so viele Bedingungen fĂŒr die Anerkennung des E-Sports als Sport erfĂŒllt, wie beim Schach auch. Und Schach ist ein in Deutschland anerkannter Sport.

Das Argument, dass es ein gesundheitliches Risiko darstellt, kann ich so ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen. Dieses Argument wĂŒrde ja quasi jeden Leistungssport als Sport disqualifizieren. Leistungssport ist nun mal nicht gesund. Alle Ballsportarten sind schlecht fĂŒr die Knie. Ein Großteil der ehemaligen NFL-Spieler hat chronische GehirnschĂ€den. Boxen, UFC etc. wird auch als Sport anerkannt. Wer hat seinem Kind verboten Fußball zu spielen, weil das auf Dauer schlecht fĂŒr die Gelenke ist? Tennis mit seinen vielen Start-Stop-Bewegungen?

Man muss sicherlich AufklÀrung betreiben, was die gesundheitlichen Risiken betrifft. Da fehlen bisher auch noch einige aussagekrÀftige Langzeitstudien, was ganz einfach daran liegt, dass ESport noch nicht so lange existiert.

Allerdings finde ich, dass E-Sport durchaus seine Berechtigung hat, wie es andere Unterhaltungskonstrukte (zu denen ich Sportevents auch zĂ€hle) und dass die Akteure durchaus auch von den gleichen Vorteilen profitieren sollte, wie Fußballspieler zum Beispiel auch. Da geht es ja nicht nur um mögliche SteuervergĂŒnstigungen im Bereich der GemeinnĂŒtzigkeit sondern eben auch um unproblematischere Visumsverfahren, wenn man kurzfristig bei einem Wettbewerb in den USA oder in Dubai teilnehmen will.