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Anerkennung und Förderung von E-Sport auf nationaler Ebene


#24

WofĂŒr machen wir uns jetzt die MĂŒhe? :sweat:


#25

KĂŒĂŒĂŒhhhl

Meine KĂŒnefe Schönhaar, die katzoide Diebin, ist mit zwei Schwertern unterwegs.

Da ich es mit der Feinmotorik nicht so habe, laß ich mir die Schwerter einfach anoperieren und fuchtel dann wild am Schreibtisch rum
 hahaha


Aber mir eine Gamingmaus zum Gaminggauntlet umzuarbeiten, ĂŒberlege ich sogar!


#26

Und so wird der Mensch M.M. Erlenbach zum partiellen exoskelettalen Wesen. Ein Wunschtraum?
Aber nur, wenn die katzoide Diebin sich Dir anpasst 
:sunglasses:


#27

Hier ist auch noch ein anderes Problem gegeben:

Diese ausgeschriebenen Wettbewerbe sind Teil des Marketings von einzelnen Firmen, die genau diese Software entwickelt haben und vertreiben.
Wer das ĂŒberhaupt spielen will MUSS erstmal diese SoftwĂ€re Kaufen oder Mieten
 Free to Play ist keine davon in ihrer Vollversion.

Hier wĂŒrden Produkte gefördert werden und nicht Sportarten, wie z.B. Fußball, wo es nicht Hersteller mit Patenten oder Produkten sind.

Schon da wurde eine solche Forderung rechtlich spÀtestens dann scheitern, wenn die Konkurrenz vors Gericht zieht.

Anders wÀre es mit vollkommen kostenlosen Spielen!


#28

Ich wĂŒrde fĂŒr e-Sports eine andere Kategorie aufmachen und das auch evtl. umbenennen, da die Assoziation mit “Sport” fĂŒr viele Menschen ein Problem darstellt. Was dabei ja gefragt ist, sind kognitive Leistungen und Feinmotorik, also könnte man es cognitive sports&fine motor skills o.Ă€. nennen - international kann man e-Sports ja weiter benutzen.
Wenn ich mir ansehe, wie meine Jungs und ihre Freunde groß werden, sind das unbedingt förderungswĂŒrdige FĂ€higkeiten. Wir können uns zwar vor der derzeitigen technologischen und gesellschaftlichen Entwicklung gruseln, aber leugnen dĂŒrfen wir sie auf keinen Fall. Die kommende Generation braucht diese FĂ€higkeiten.


#29

Nochmal: WofĂŒr machen wir uns jetzt die MĂŒhe ĂŒber E-Sports zu sprechen? Haben wir keine anderen Themen?

Sollte man nicht auch Puzzeln und Memory fördern; gerade bei Kindern?

Oder möchten Menschen hier Ihre Hobbies vorstellen? Dann bitte TEEKÜCHE!


#30

Weil e-sports zukunftsrelevante FĂ€higkeiten schult. Puzzeln und Memory ist auch wichtig. Das schließt sich nicht aus.


#31

Welche FĂ€higkeiten fĂŒr welchen Zukunftsentwurf?


#32

Der technologische Fortschritt ist, so wie die weltweite Lage gerade aussieht, nicht aus der Zukunft wegzudenken. Gerade wird eine technophile Generation groß, die intuitiven und (hoffentlich oft) von den Eltern begleiteten Zugang zu Technologie und Software hat. Das ist Fakt. Dieser gesellschaftlichen Entwicklung sollte Rechnung getragen werden.


#33

Bis auf den Begriff “Software” hĂ€ttest Du das auch schon vor 50 oder 100 Jahren schreiben können.

Wozu braucht es denn da aber bitte E-Sports und warum sollte eine Partei dies zu einem Thema machen.

  • WĂ€re es nicht viel intelligenter zu vermitteln, wie Software selbst programmiert werden kann oder wie gesellschaftlich förderliche Software zielgerichtet angewandt werden kann.
  • WĂ€re es nicht zielfĂŒhrender Ausbildung zukunftsfĂ€hig zu machen.
  • Sitzen Menschen zu wenig an der Harware?
  • Ist es nicht vielmehr so, dass viele Menschen der natĂŒrlichen Umwelt entrĂŒckt sind?
  • Warum sollte man E-Sports vorrangig behandeln?

GrĂŒĂŸe


#34

es geht um auch fördern, nicht vorrangig, wenn ich das richtig verstanden habe.

Die effiziente Nutzung der neuen Technologien erfordert spezifische FĂ€higkeiten, warum sollte die Politik da nicht fördernd eingreifen. Eine entsprechende Förderung z.B. fĂŒr den Schachsport fĂ€nde ich auch gut.


#35

Ja, ist doch gut. Jeder kann Dinge fördern. Man kann sie betreiben, man kann sie bewundern, man kann dafĂŒr spenden. Ich denke nur E-Sports, und schon gar nicht kommerzieller, und Schach und Angeln und Home-Gardening und 
 sind Themenfelder, die nicht Gegenstand einer intensiven politischen AktivitĂ€t sein sollten.

Wir sind hier im Bereich Initiativen Netz- und Medienpolitik.

Völlig legitim hier ein (ich weiß immer noch nicht welches eigentlich) Ziel zu verfolgen. Diese Initiative findet aber leider nicht meine Zustimmung.

Einen schönen Abend.


#36

@toobi

Gerne, aber nicht hier, schick mir eine PN oder eine unter raimar@web.de.


#37

Ich möchte mich entschieden gegen deine mehrfach vorgebrachte Unterstellung verwahren, wir wĂŒrden uns bei dieser Initiative von eigennĂŒtzigen Motiven leiten lassen. Wir drei Initiatoren sind weder eSportler noch haben wir einen intensiven Bezug zur Thematik. Unsere Motivation liegt darin, ĂŒber den Tellerrand unserer eigenen InteressensphĂ€re hinauszuschauen und uns auch Problemstellungen zu öffnen, die nicht auf der aktuellen politischen Agenda stehen (s. z.B. auch die Inzestinitiative). Mir persönlich geht es hier schlicht um den Abbau bestehender Diskriminierung und die Einforderung der Gleichbehandlung Ă€hnlicher Organisationen.

Wenn du mit solchen AusfĂŒhrungen versuchst, legitime Interessen zu diskreditieren, musst du dich nicht wundern, dass die Initiatoren hier wenig begeistert sind, sich an der Diskussion zu beteiligen.

Danke fĂŒr deinen Input. Wir werden die Argumente gerne prĂ€ziser herausarbeiten. Falls dir weitere einfallen, kannst du sie uns gerne eröffnen. Wir sind, wie gesagt, nicht so in der Thematik bewandert.

Danke fĂŒr deinen konstruktiven Beitrag und den kurzen Einblick in die Rollenspielszene. Ich bin durchaus offen fĂŒr deinen Ansatz, wĂŒrde ihn aber aus dieser Initiative gerne heraushalten wollen, da sie sich ja konkret auf E-Sport bezieht und die Rollenspielszene ja nochmal anderweitige BedĂŒrfnisse/Forderungen hat. Diese hier einzubauen, wĂŒrde aus meiner Sicht einfach den Rahmen sprengen.

Die weit ĂŒberwiegende Zahl traditioneller Sportvereine und -verbĂ€nde sind als gemeinnĂŒtzig anerkannt. Das GemeinnĂŒtzigkeitsrecht gewĂ€hrt ihnen zahlreiche steuerliche BegĂŒnstigungen.

Alle Bundesligavereine und auch der DFB sind als gemeinnĂŒtzig anerkannt. Das von dir beschriebene Problem der GeschĂ€ftemacherei sehe ich auch, fĂŒhrt aber von der eigentlichen Diskussion weg, weshalb ich nicht darauf eingehen möchte.

Das wĂ€re in der Tat wĂŒnschenswert, ist aber leider nicht immer so (s.o.)

Danke, vollste Zustimmung :smile:

Das ist das Problem. Der DOSB legt seine eigenen Vorgaben zuweilen inkonsistent aus.

Soweit ich das sehe, ist fĂŒr die An- und Aberkennung der GemeinnĂŒtzigkeit von Sportvereinen/verbĂ€nden allein das zustĂ€ndige Finanzamt zustĂ€ndig. Der DOSB ist meiner Meinung nach in einem zweiten Schritt fĂŒr die finanzielle Förderung der Vereine/VerbĂ€nde zustĂ€ndig. Daher ist es ja auch so wichtig, das E-Sport-Vereine/VerbĂ€nde von beiden Institutionen (Finanzamt, DOSB) anerkannt werden.

Ein sehr gutes Argument gegen diese Initiative. Ich stimme dir grundsĂ€tzlich zu: Der Staat sollte auch aus meiner Sicht Sportvereine/verbĂ€nde (von Ausnahmen abgesehen) finanziell nicht fördern. Der Status quo ist aber nunmal, dass er dies tut. Mir geht es mit dieser Initiative lediglich um den Abbau bestehender Diskriminierung und die Gleichstellung E-Sport = Sport. Wenn das bedeuten wĂŒrde, sĂ€mtlichen Sportvereinen/verbĂ€nden die GemeinnĂŒtzigkeit abzuerkennen, wĂ€re ja die Gleichstellung ebenfalls erreicht. Der Staat könnte zudem die hohen Millionensummen anderweitig sinnvoller investieren (Bildung o.a.).
Wenn du innerhalb der nĂ€chsten Tage eine konsistente Initiative zur Aberkennung der GemeinnĂŒtzigkeit bei sĂ€mtlichen Sportvereinen/verbĂ€nden als Alternative zu dieser Initiative startest, bin ich gerne dabei und ziehe diese Initiative zurĂŒck.

Dass der Kommerz auch die E-Sport-Szene regiert, mag sein, damit passt er sich aber ja nur der traditionellen Sportszene an. Auch hier plĂ€diere ich fĂŒr Gleichberechtigung und sehe dies nicht als schlagendes Kontraargument.

Doch, haben wir. Viele sogar. Aber kein einziges von diesen anderen Themen/Problemen wird dadurch gelöst, dass wir die kleinen beiseite wischen. (Lesenswert: http://www.sibyllehamann.com/2014/07/haben-wir-keine-wichtigeren-probleme-das-duemmste-argument-der-welt/)


#38

Es tut mir leid, nenn mich kritisch-konservativ, aber aus beruflicher Sicht kann ich sagen, dass PC Spiele bei Kindern und Jugendlichen ÜBERHAUPT nicht gesundheits- und entwicklungsförderlich SIND, sondern erhebliche motorische und psychosoziale
 EntwicklungsrĂŒckstĂ€nde zeitigen. Vielleicht werden ein paar FĂ€higkeiten trainiert, aber die anderen Aspekte kindlicher Entwicklung werden krass behindert. Gesellschaftlich kommt das erst langsam in den Focus, Gott sei Dank ĂŒberhaupt. Sorry, Eltern haben massive Probleme ihre Kinder von dem starken Sog, den diese Medien ausĂŒben, loszueisen und sie zu anderen TĂ€tigkeiten zu bewegen. Ihr stellt all diese Eltern, PĂ€dagogen, Lehrer als uninformiert dar, die ham ja nur Vorurteile, die sind halt konservativ. Ohne die geringsten Gegenargumente
 Leider muss ich ganz eindeutig gegen eure Ini votieren, aus sehr guten GrĂŒnden, wie ich finde und nicht, weil ich hinterwĂ€ldlerisch bin.


#39

Oha, habe den Link gelesen.

(Lesenswert: http://www.sibyllehamann.com/2014/07/haben-wir-keine-wichtigeren-probleme-das-duemmste-argument-der-welt/3)

Ist das Dein Stil oder geht es Dir um die Überschrift?


#40

Hallo Isa,

die von Dir vorgetragenen Argumente weisen Dich -aus meiner Sicht- in keinster Weise als konservativ oder gar hinterwÀldlerisch aus, sondern kritisch-konstruktiv.

Freundlich grĂŒĂŸt

Thomas


#41

NatĂŒrlich wird Technik ein zentraler Punkt in unser aller Leben sein, das ist seit 150 Jahren der Fall, die Anforderungen und die Bereitstellungen der jeweiligen T., hat das Leben und den Menschen darin verĂ€ndert. So wird es weiter sein. Dennoch ist Technik als PhĂ€nomen in unserer Entwicklungsgeschichte noch ein emens neues PhĂ€nomen. Unsere Bewertung dessen, was die Technik in den letzten Jahrzehnten fĂŒr uns war, steckt noch sehr in den KInderschuhen. Die Begeisterung fĂŒr T., die sich aus unterschiedlichen Quellen speist, finanzieller Erfolg, Vereinfachung des Lebens bis hin zur Begeisterung fĂŒr die Sache selbst
, ist weit entwickelt. die kritische Sichtung hingegen, was fĂŒr Probleme die technische Entwicklung gesamtgesellschaftlich bereitet, ist noch ganz am Anfang und wird von vielen nicht gern wahrgenommen. Die Zunkunft braucht diesen Menschen ist fĂŒr mich die falsche Blickrichtung



#42

Ja, die haben Vorurteile, weil sie den Mehrwert nicht sehen können. Ganz klar. Dinge verĂ€ndern sich und heute spielt halt fast keine/r mehr unten am Bach und fĂ€ngt Kaulquappen und Fußball ist selbst hier auf dem Land halt nicht mehr so hipp.

Die Welt hat sich verĂ€ndert und der Umgang und das “im Netz leben” hat einfach eine andere Dimension als gemeinhein mit “Zocker” verallgemeinert und abgewertet wird.

Eine gesunde Mischung ist nötig, ganz klar. Aber es gibt eben Entwicklungen, wie die Spielewelt, die Aufgaben erfĂŒllt, die halt frĂŒher woanders lagen. Und sie geben Menschen Möglichkeiten, die sie sonst nicht haben. Weil man auch ein großer Held sein kann, wenn man keine Beine mehr hat und die halbe Zeit mit dem BeatmungsgerĂ€t vor dem Rechner hockt.

Chats, Foren, Games sind heute das, was fĂŒrher die Straße, der Bolzplatz und der Verein waren. FĂŒr viele - aber auch nicht fĂŒr alle. Wenn es offline gute Angebote gibt - dann machen die Kids ĂŒbrigens auch mit.


#43

Diese Initiative ist gut beschrieben, formuliert prĂ€zise Forderungen und bietet relevante Quellen an. Ich finde, dass das hier im Marktplatz nicht immer der Fall ist und wenn sich jemand so viel MĂŒhe macht, ist es einfacher und erfreulicher, sich mit dem Anliegen zu beschĂ€ftigen als bei manchen unausgegorenen Eingaben. Das Thema ist sicher kontrovers, aber in keiner Weise unangemessen. Warum sollte es disqualifiziert werden?

Wenn ich richtig verstanden habe, soll der Marktplatz die Initiativen differenzierter machen und dadurch den Parteimitgliedern die Abstimmung erleichtern. Sollten sie das Thema als unwichtig ansehen, werden sie dagegen stimmen. Ich verstehe nicht, warum wir diese Entscheidung hier vorweg nehmen sollten.