100 Jahre Frauenwahlrecht >> Paritätsgesetz jetzt

Zum diesjährigen Weltfrauentag laden wir zum politischen Austausch ein.

In diesem Jahr feiert das Frauenwahlrecht in Deutschland 100-jähriges Jubiläum, doch immer noch sind Frauen in Parlamenten unterrepräsentiert. So sitzen zum Beispiel im Bundestag aktuell nur 30% Frauen – so wenige wie zuletzt 1998.
Anlässlich des Weltfrauentages am 8.03. wollen wir beim DiB-Tisch darüber diskutieren, wie man den Anteil von Frauen in den Parlamenten auf ein paritätisches Niveau (= 50%) anheben kann. Dafür wollen wir euch zunächst unsere Initiative vorstellen, die ein Paritätsgesetz fordert vorstellen und danach mit euch über dessen konkrete Ausgestaltung diskutieren.

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31 Beiträge wurden in ein neues Thema verschoben: Diskussionen übers Paritätsgesetz

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Vom DiB-Tisch in Landau:

In einer reinen Frauenrunde, trafen wir uns gestern in Landau.
Wir haben dabei einen Blick auf unsere Gesellschaft geworfen und gesehen, das Parität unabdingbar ist, um allen Geschlechtern gerecht zu werden.
So wie eine Frau immer zuerst gefragt wird: „…Und wie machst Du das mit Deinen Kindern?“,
so wird bei einem Mann nie danach gefragt.
Unsere Arbeitswelt in der ein*eine Verdiener*in eine Familie gar nicht mehr alleine versorgen kann, führt zu Blüten, die dafür sorgen, daß Kinder von kleinauf ganztägig fremdbetreut sind.

Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, Parität in den Parlamenten würde zu einem anderen Blick auf diese Dinge führen und ein Gewinn für alle Geschlechter werden.

Daß z.B. nicht mehr die Komunen so mit Kinderbetreuungsangeboten geizen müßten, daß Menschen ohne nachgewiesene Arbeit keinen Ganztagsplatz bekommen, sich aber ohne einen Ganztagsplatz gar keine Arbeit suchen können. Der „Hauptmann von Köpenik“ läßt grüßen.

Daß die Arbeitszeit und -welt lebendgerecht und familiengerecht wird und nicht das Leben arbeitgerecht sein muß.

Daß gleiche Arbeit gleiches Geld bedeuten muß.
Daß soziale Berufe so bezahlt sein müßen, daß alle Geschlechter sich eine Arbeitzeitreduzierung für ehrenamliche und famiiäre Aufgaben leisten können.

Daß die Zusammensetzung der Parlamente der Bundesrepublik noch nie dem Grundgesetz entsprochen hat, in dem steht, daß sie die Bevölkerung abbilden sollen, und deshalb ein Paritätsgesetz höchste Zeit wird.

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